Spannende Wettkämpfe von 107 Clubs „Holzhauser Holzer“ siegten beim Kegeln in Hagen

Von Horst Troiza


Hagen. Mit einem Rekordaufgebot von 107 Teams ist am Samstag das 2. Hagener Open-Air-Kegeln ausgetragen worden. Nach acht Stunden Kegelmarathon lagen die „Holzhauser Holzer“ vor den „Oops, we hit it again“ (Hagen) und „Pudelz 06“ (Wesermarsch) an der Spitze.

Für gewöhnlich ist in Hagen die Zeit in der Ferienmitte ziemlich ereignislos, doch an diesem Samstag kochte am Schulzentrum die Luft. Nach und nach traten mehr als 840 Kegelschwestern und -brüder zum Wettkampf an der Doppelkegelbahn an und toppten damit die Teilnehmerzahl aus dem vergangenen Jahr, die bei rund 200 weniger gelegen hatte.

Sie alle waren dem Ruf des Hagener Kegelklubs „Killers“ gefolgt, der zusammen mit Gastwirt Charly Niehenke das 2. Open-Air-Kegeln veranstaltete. „Nach der prächtigen Premiere im Vorjahr haben wir nicht lange überlegen müssen, ob wir das noch einmal machen“, erklärte Lars Bensmann von den „Killers“. Das verbreitete sich über das Internet und die sozialen Netzwerke, und im Nu meldeten sich 107 Klubs, die unbedingt mitmachen wollten.

Kegeln macht den Sport kaputt

Die Teams trugen Namen wie „KSK-Kegelspezialkräfte“, „Kugelknacker“ und „Kegeln macht den Sport kaputt“. Viele waren im einheitlichen Sportdress gekleidet, auf denen hinten auf den Hemden lustige Sprüche gedruckt waren. Eine besondere Truppe waren die „Pegelkrieger im Kegelfieber“, die vermutlich den längsten Anreiseweg hinter sich gehabt haben, denn eigentlich leben sie im siegerländischen Kreuztal. „Als wir im Internet von der Veranstaltung gelesen haben, haben wir sofort unsere jährliche Ausflugsfahrt hierher geplant. Gestern sind wir in Osnabrück angekommen, wo wir unser Trainingslager eingerichtet haben“, sagte Axel, der im Klub die Position „Lustwart“ einnimmt. Näheres zum Osnabrücker Trainingslager erklärte er mit den Worten „Bierfest, Rampendahl und Grüner Jäger“. Ja, Planung ist nun mal alles im Sport…

Obwohl bestens vorbereitet konnten die Siegerländer keinen Platz auf dem Siegerpodest erringen. Dort ließen sich nach acht Stunden Kegelmarathon die „Holzhauser Holzer“ aus dem gleichnamigen GMHütter Stadtteil als bestes Kegelteam feiern. Auf dem 2. Platz landete die Hagener Frauentruppe „Oops, we hit it again“, zur eigenen Überraschung, denn so weit oben hatten die Kegelschwestern ihre Leistung gar nicht eingeschätzt. Rang 3 und 4 nahmen die „Pudelz 06“ ein, die mit drei Teams mit dem Bus aus der Wesermarsch angereist waren. Die Sieger erhielten Pokale und Geldpreise.

Unterm Sonnensegel

Das Open-Air-Kegeln ist eine Spaßveranstaltung mit Wettkampfcharakter. Denn zu Kugel und Kegel gehört auch ohne Frage ein Glas Pils. Trotz des heißen Wetters wurde auf der Wiese mächtig gepichelt, wer nicht mit Kegeln dran war, saß unter dem großen Sonnensegel und genehmigte sich ein Glas. Immer wieder motivierten sich die Teams lauthals mit ihren knackigen Gesängen, bis zum frühen Morgen waren sie zu hören.

„Man kann den Jungs doch nur danken, dass sie eine solche Veranstaltung planen und so professionell durchziehen“. Bürgermeister Peter Gausmann, offiziell im Urlaub, ließ sich den Besuch auf der Kegelwiese nicht nehmen und zeigte sich beeindruckt vom Trubel.

Der ging auch nach Schließen der Doppelkegelbahn weiter. Nach der Siegerehrung überraschten die „Killers“ die Besucher auf der nun rappelvollen Kegelwiese mit einem Feuerwerk. Knallend ging’s danach mit DJ Glitzi Palermo weiter, der bis in die Nacht die Turntables kreisen ließ.


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