„Klause Wittenbrink“ eneuert Handwerker und Unternehmen ziehen an einem Strang

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Hagen. Alle Wallfahrer aus den beiden Gemeinden Mariä Himmelfahrt in Gellenbeck und Sankt Martinus in Hagen kennen die kleine Marienkapelle „Klause Wittenbrink“ auf dem Dörenberg. Jedes Jahr legen sie dort um fünf Uhr morgens auf dem Weg zur Telgter Wallfahrt eine Pause ein. Diesmal jedoch sorgte die altbekannte Klause für Erstaunen, denn nach ihrer Renovierung hat sie ein ganz neues Gesicht.

1989 wurde die alte Klause errichtet. Pfarrer Gerhard Stenzaly ergriff damals zusammen mit einem Stifter und lokalen Handwerkern die Initiative, um den Wallfahrern eine Stätte zum Ruhen und Innehalten zu schaffen.„Die Klause war zuletzt merklich in die Jahre gekommen“, berichtete Werner Obermeyer aus dem Wallfahrtsverein Gellenbeck. Mit ihrem undichten Dach, der abblätternden Farbe und dem Wildwuchs rund um die Kapelle bot sie keinen schönen Anblick mehr. Kurzerhand recherchierten Obermeyer und einige Vereinskollegen nach den Besitzverhältnissen und den Bauplänen für das Gebäude. Bei der Gemeinde Mariä Himmelfahrt wurden sie fündig.

Nach Klärung der Finanzierung machte sich der Verein an die Arbeit. WernerObermeyers Bruder Josef wurde als Renovierungsmanager verpflichtet. Als Erstes holte er die Freiwillige Feuerwehr Niedermark ins Boot, die die Baustelle mitten im Wald mit Strom und Wasser versorgte. Die Klause wurde innen und außen abgespritzt und gesäubert. Mit Motorsägen wurden Büsche und Äste entfernt, die den Blick auf die Kapelle verstellten.

Danach rückten Handwerker aus der Gemeinde und auch aus Glandorf an, die dem Wallfahrtsverein nahestehen. Sie errichteten eine neue Dachkonstruktion, die um 90 Grad versetzt war. „So war die Konstruktion in den ursprünglichen Bauplänen eigentlich vorgesehen“, erklärte Werner Obermeyer.

Als Nächstes kamen Maler aus Gellenbeck, die der Klause einen neuen Anstrich gaben und den Schriftzug „Schmerzhafte Mutter, bitte für uns“ weiß akzentuierten. Ein lokales Bauunternehmen erneuerte die Wege zur Kapelle und legte einen barrierefreien Zugang neu an. Außerdem stiftete es eine Sitzbank für die Wallfahrer und Besucher.

„Es war beeindruckend, wie viele Türen für uns aufgingen“, erinnerte sich Josef Obermeyer an die Planungs- und Realisierungsphase, die insgesamt nur acht Wochen betrug. Viele Handwerker hätten ihren Arbeitseinsatz gespendet oder einen vergünstigten Preis angeboten.

Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Wallfahrtvereins erstrahlte die Klause Wittenbrink dann in neuem Glanz. Zur Eröffnung des Gottesdiensts zur Neueinsegnung der Kapelle läuteten eigens die Glocken von St. Martinus in Hagen. Über hundert Wallfahrer des Vereins waren dabei, als Kaplan Coffi Régis Vladimir Akakpo der Marienkapelle den Segen gab.

„Im nächsten Jahr gibt es schon wieder etwas zu feiern“, kündigte Werner Obermeyer an. Dann werde die Kapelle nämlich 30 Jahre alt. Womöglich gebe es dann wieder einen Gottesdienst unter freiem Himmel.


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