Texanische Country-Rocker The Band of Heathens: Americana und Bärte bei Stock in Hagen

Von Markus Strothmann

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The Band of Heathens spielen Americana mit Schwerpunkt Rock. Hervorragendes Handwerk auf sämtlichen Instrumenten ist Programm, genauso wie gut sitzende Gesangsharmonien, vorgetragen mit bis zu fünf Stimmen. Foto: Markus StrothmannThe Band of Heathens spielen Americana mit Schwerpunkt Rock. Hervorragendes Handwerk auf sämtlichen Instrumenten ist Programm, genauso wie gut sitzende Gesangsharmonien, vorgetragen mit bis zu fünf Stimmen. Foto: Markus Strothmann

Hagen. Am Donnerstag rockte The Band of Heathens die Gaststätte Stock. Die US-amerikanischen Country-Rocker haben eine große Fanbase, entsprechend herrschte auch reger Betrieb auf dem Saal, als die Band loslegte.

Die fünfköpfige Combo aus Austin/Texas legte ein knackiges, routiniertes Konzert hin, spielte sich aber stellenweise auch in positive Rage. Die Songs aus dem weiten stilistischen Feld, das unter dem Namen Americana läuft: Country, Blues und Rock, mit gelegentlichen Ausflügen in Funk und Soul. Meistens im mittleren Tempo, mit dezent twangenden Gitarren und effektivem Drumming ohne Schnickschnack.

Gordy Quist und Ed Jurdi wechselten sich beim Leadgesang ab, Letzterer zeigte großen Stimmumfang bei wenig Anstrengung und verlieh seinen Songs eine soulige Note. Bei den oft fünfstimmigen Satzgesängen hörte man die kräftige, klare Stimme immer raus, obwohl Jurdi sich schon ein gutes Stück vom Mikro entfernte, um die Kollegen nicht komplett zu übertönen.

Groovende Monotonie

Mit Green Grass of California brachte die Band of Heathens eine Ode an das Landleben und das beste Gras in den Staaten. Keys to the Kingdom verbreitete am Anfang einen leichten JJ Cale-Vibe, hier steigerte sich die Truppe am Schluss gemeinsam in einen rund dreiminütigen Jam, der stur auf dem Grundton verharrte und in dem eigentlich nichts passierte – außer einer Menge Groove. Dafür ließen die Gäste, die ordentlich mitschwangen, dann auch kräftigen Szenenapplaus springen.

Hörgenuss mit Bart

Wenn Country-Musiker aus den Staaten anreisen, darf man in der Regel mit ein paar starken Bärten rechnen. Diese Hoffnung enttäuschte auch die Band of Heathens nicht: Außer Sänger Gordy Quist tragen alle Bart, und jeder bevorzugt eine andere Variante. Immer äußerst wirksam: Die Kombination Vollbart/Aviator Sunglasses, wie Keyboarder Trevor Nealon sie mustergültig vorführte. Verdeckt zuverlässig jeden störenden Gesichtsausdruck und ermöglicht volle Konzentration auf den Hörgenuss. Für den war auf jeden Fall gesorgt, wie der Blick ins nickende, wippende Publikum bewies.


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