Geborgenheit inmitten der Natur Entwürfe für „Garten der Erinnerung“ in Hagen

Von Christoph Beyer

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cby Hagen. Das vom Hagener Hospizverein initiierte Projekt „Garten der Erinnerung“ am Waldfriedhof nimmt planerisch konkrete Konturen an. Bei der Prämierung von Entwürfen im Hagener Rathaus ließ sich die zukünftige Gestaltung des Geländes bereits in Augenschein nehmen.

Erwartungsvolle Blicke richteten die angehenden Landschaftsarchitekten und -planer der Hochschule Osnabrück auf Fachleute und Gemeindevertreter, die über Ihre eingereichten Entwürfe zu befinden hatten. Die Kontaktaufnahme des Hagener Hospizvereins mit der Abteilung Freiraumplanung der Hochschule Osnabrück ermöglichte es Studierenden, Ideen zu entwickeln, wie sich das Gelände westlich der Kapelle am Waldfriedhof zukünftig entwickeln könnte. Auf großen Stellwänden im Sitzungssaal des Rathauses wurden die Ergebnisse nun präsentiert und anschließend prämiert.

Gesamtkonzept für Hagen

„Ihr könnt stolz auf Eure Arbeit sein,“ betonte Dirk Junker, Hochschulprofessor für Landschaftsarchitektur, der mit der Betreuung der Studenten betraut ist. Bürgermeister Peter Gausmann hob die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und dem Hagener Hospizverein bei der Entwicklung des Garten-Projekts hervor. Zusammen mit dem Kolumbarium und der Kapelle wird sich der „Garten der Erinnerung“ in das Gesamtkonzept der Bestattungs- und Trauerkultur in der Kirschgemeinde einfügen, das, modellhaft für die Region, verschiedene Elemente integriert.

Den ersten Platz belegte der Entwurf der Studierenden Michel Voßmeyer, Melissa Feldmann und Lilli Bäcker mit dem Titel „Der Blick – Blickfenster in die Landschaft.“ Die naturnahe Beschaffenheit und die Aussichtsmöglichkeiten des Geländes wurden bei ihnen besonders berücksichtigt, wie Professor Dirk Junker betonte. Neben einer anzulegenden Treppe umfasst der Entwurf einen gewundenen Weg entlang einer Kirschenbaumallee und einen Pfad entlang des Wasserlaufs. Sandsteinblöcke sollen als Sitzelemente dienen, eine Wildblumenwiese für bunte Farbtupfer sorgen. Einige Bestandteile aus den anderen Entwürfen werden ebenfalls mit aufgenommen werden.

Ort der Ruhe

Ein Ort der Ruhe und Geborgenheit, aber auch der Begegnung soll so entstehen, betonte der 1. Vorsitzende des Hagener Hospizvereins, Klaus Schlautmann-Haunhorst. Die Entwurfsprämierung hob er als wesentlichen Zwischenschritt zur Realisierung des Gartens hervor. Nicht nur Trauernde, sondern alle Hagener Bürger und Gäste sollen sich zukünftig eingeladen fühlen, diesen naturnahen Ort aufzusuchen. Dafür hofft der Vereinsvorsitzende auch weiterhin auf breite Unterstützung der Hagener Bevölkerung. Mit der Entwurfsprämierung sei nun die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte gelegt.

Begleitet wird das Projekt auch zukünftig von der Münsteraner Landschaftsplanerin Ilse Copak. Die Kooperation mit der Hochschule Osnabrück wird ebenfalls fortgesetzt.


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