Schüler spenden für Schwerkranke Sponsorenlauf der Oberschule Hagen für die DKMS

Von Sina-Christin Wilk

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Übergaben die Spende für die DKMS an Friedel Snethkamp (rechts): Lehrerin Manuela Braun, Sören Tobergte, Jonas Plogmann, Sophia Krampf, Jule Pohl, Luana Neves Alves und Malte Hülsmann (von links). Foto: Sina-Christin WilkÜbergaben die Spende für die DKMS an Friedel Snethkamp (rechts): Lehrerin Manuela Braun, Sören Tobergte, Jonas Plogmann, Sophia Krampf, Jule Pohl, Luana Neves Alves und Malte Hülsmann (von links). Foto: Sina-Christin Wilk

siwi Hagen. Mächtig ins Zeug legten sich die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Hagen beim Sponsorenlauf ihrer Schule. 3100 Euro vom Erlös spendeten sie jetzt der DKMS.

„In Deutschland erkrankt alle 15 Minuten jemand an Blutkrebs“, so Friedel Snethkamp, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Für viele Leukämiepatienten ist eine Knochenmarkspende lebensrettend. Um die Kosten für die Typisierung zu sichern, ist die DKMS auf Spenden angewiesen. Die Schüler der Oberschule tragen nach einem gelungenen Sponsorenlauf hierzu bei.

Insgesamt 6200 Euro Erlös

Spendenaktionen haben an der Oberschule Hagen Tradition. Über das gesamte Schuljahr verteilt organisieren die Schüler kleinere und größere Aktionen. Während eines Ausflugs der Schülervertretung wurde ein Jahresplan erstellt. Wichtiger Programmpunkt: Ein Sponsorenlauf, bei dem die Schüler für jede gelaufene Runde Geld sammeln. Als Sponsoren wurden Eltern, Nachbarn sowie einige Lehrer gewonnen. Einen ganzen Tag lang nahmen die Klassen 5 bis 10 die Laufbahn in Beschlag. 351 Schüler erliefen 6200 Euro in insgesamt 1950 Runden. Für die Hälfte des Erlöses „wird voraussichtlich ein neues Bodentrampolin angeschafft“, so Schülerin Sophia. Gemeinsam entschieden die Schüler über den Verwendungszweck des Geldes.

Sinnstiftende Aktion

Wohin die restliche Summe fließt, legten sie bereits im Vorfeld fest: Die Schüler spenden an die DKMS. „Das haben wir vor einigen Jahren schon mal gemacht. Und da aktuell vermehrt Spender gesucht werden, ist das eine gute Sache“, so Sophia. Den Spendenscheck über 3100 Euro übergaben sie an Snethkamp, der als Vertreter der DKMS in die Schule kam. „Es war gar nicht so einfach, Sponsoren zu finden“, berichtete Schüler Malte. Er könne sich eine Wiederholung dennoch gut vorstellen. „Es ist eine sinnstiftende Aktion“, so Lehrerin Manuela Braun, „Die Schüler haben Überzeugungsarbeit geleistet, die sich gelohnt hat.“

Beispielhaftes Engagement

Snethkamp ließ sich bereits 1979 typisieren. 2005 benötigte sein genetischer Zwilling Hilfe. 2007 spendete Snethkamp die lebensrettenden Stammzellen. Während der rund viereinhalb stündigen Prozedur fasste er den Entschluss, die DKMS weiterhin zu unterstützen. Seither organisierte er 24 Typisierungsaktionen. Rund 2200 potenzielle Spender wurden registriert, von denen 13 tatsächlich bereits gespendet haben. Die Kosten von 35 Euro pro Typisierung werden durch Spendengelder finanziert. „Die Typisierung ist recht kostenintensiv, da umfassende Untersuchungen gemacht werden müssen.“ Snethkamp sei daher dankbar für die Unterstützung der Schüler. Ihr Engagement lobte er als „hervorragende Leistung“. „Wir von der DKMS würden uns freuen, wenn Ihre Schule ein gutes Beispiel für andere Schulen ist“, sagte Snethkamp zu Schülern und Lehrern.


Die meisten Registrierten Spender kommen aus Deutschland

Derzeit gibt es 8128495 registrierte Spender weltweit, davon 5553090 in Deutschland (Stand Mai 2018). Bisher wurden 60809 Spenden vermittelt. Die Typisierung erfolgt kostenlos mittels Wangenabstrich. Weitere Informationen: www.dkms.de

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