„Hagen, meine Liebe“ zum Abschied Letzter Gottesdienst von Pastor Ahrens in Hagen

Von Werner Barthel

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Hagen. Pfarrer Josef Ahrens hat gestern seinen letzten Gottesdienst in Hagen gefeiert. Nach zwölf Jahren verlässt er Hagen und wird seinen Ruhestand in Icker genießen. Nach einem feierlichen Hochamt konnten sich die Gemeindemitglieder von St. Martinus und St. Mariä Himmelfahrt bei einem Empfang im Pfarrheim ihrem Pastor verabschieden.

Viel mehr geht nicht: Zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Josef Ahrens hatte die Pfarreiengemeinschaft St. Martinus und Mariä Himmelfahrt so ziemlich alles aufgeboten, was in den jeweiligen Gemeinden eine tragende Rolle spielt. Neben Vertretern von Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten gehörten unter anderem auch zwei Kirchenchöre dazu. Mit ihren Liedbeiträgen unter Leitung von Ehepaar Valentina und Josef Berger gaben sie dem Gottesdienst einen ansprechenden und würdigen Rahmen.

Schon bei der Begrüßung machte Pastor Josef Ahrens deutlich, dass man lediglich ein Stück Lebensweg gemeinsam gegangen sei. „Ich hoffe, dass die Saat unserer Zusammenarbeit in Zukunft reiche Früchte tragen wird.“ Nicht zuletzt spielte dabei für ihn auch die Ökumene eine wichtige Rolle. Dass gerade hier die Saat aufzugehen scheint, unterstrich nicht zuletzt die Anwesenheit von Stefan Wagner, dem evangelischen Pastor Hagens.

Dieser wies darauf hin, dass diese gemeinsamen Anstrengungen inzwischen auch eine persönliche Note haben: Neben dem Geschenk seiner Gemeinde, einem Rosenstock für Ahrens‘ neuen Garten, gab er ein Versprechen ab: „Ich bin seit Kurzem im Besitz eines E-Bikes. Und damit werde ich in Zukunft öfter einmal in Icker vorbeischauen.“

Eigentlich sollten die Kinder vom Christophoruskindergarten erst am Ende des Gottesdienstes ihren großen Auftritt haben. Doch weil sich das Hochamt doch etwas in die Länge zog, durften sie „ihren“ Pastor bereits während der Messe mit einem Lied verabschieden.

Viele Hände galt es danach noch zu schütteln, bevor sich all diejenigen, die sich mit einem Redebeitrag oder Geschenk von Pastor Ahrens verabschieden wollten, im Pfarrheim versammelten. Dort empfing der Chor der Gruppenleiter den scheidenden Pastor mit einigen Liedern, zu denen unter anderem der Ohrwurm „Hagen, meine Liebe“ gehörte.

Bürgermeister Peter Gausmann ging in seiner Rede auf ein Projekt ein, mit dem eine Entwicklung angeschoben worden sei, die bis heute nachwirke: „Vor zwei Jahren haben wir mit der Rahmenvereinbarung ‚Hagener Modell‘ nicht nur ein Mammutprojekt beschlossen, sondern auch die gemeinsame Verantwortung für den Bereich der Jugendpflege besiegelt.“

Alle Grußworte und Geschenke, das machte die gesamte Feierstunde deutlich, waren gekennzeichnet von Nähe, Verbundenheit und Dankbarkeit. Vor allem die Geschenke hatten es in sich. Bürgermeister Gausmann überreichte ein Bronzerelief des verstorbenen Hagener Künstler Bernhard Gewers, das die Gottesmutter mit dem Jesuskind zeigt.

Ein Unikat stellte auch die Gabe der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte dar: Sämtliche Vorworte Ahrens‘ für die wöchentlichen Pfarrbriefe aller 12 Jahre sind dabei in einem Band aufgeführt, aufbereitet und mit Fotos angereichert.

Der Abschluss war einem Überraschungsgast vorbehalten. Heinz Herrmann Rütemann kennt Josef Ahrens seit der gemeinsamen Schulzeit. „Wir haben uns seitdem nicht aus den Augen verloren und besuchen uns immer noch gegenseitig von Zeit zu Zeit.“ Er sang als besonderen Gruß ein Lied, das beiden aus Jugendzeiten noch sehr vertraut ist.

Die Gäste mussten Pfarrer Ahrens schließlich mit einem Problem alleinlassen: Der sichere Transport aller Geschenke ins neue Zuhause in Icker wird die nächste Herausforderung für den scheidenden Hagener Pastor.


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