„Ich geh mit Dir, wohin Du willst“ Schulleiterin in Gellenbeck offiziell eingeführt

Von Andreas Wenk


awen Hagen. Die offizielle Einführung von Stephanie Frankenberg als neue Leiterin der Grundschule Gellenbeck glich einem Musical. Die Kinder präsentierten singend, tanzend und gestikulierend Lieder.

Einen ordentlichen Schuss Gefühl enthielten auch die zahlreichen Grußworte von Bürgermeister, Kollegium und Kirche oder die Dankesrede der neuen Schulleiterin. Sie waren gegenseitige Liebeserklärungen an das System Schule und die in Gellenbeck daran beteiligten Personen und Institutionen.

Bürgermeister Peter Gausmann stellte die Ernennung durch die Landesschulbehörde noch einmal auf den Kopf und ließ die Schüler abstimmen. Einstimmig ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltung stellte er zum Ergebnis fest. Der Chor des Kollegiums hatte den Nena Song „Ich geh mit Dir, wohin Du willst“ intoniert und Kinder aus dem zweiten Haus in Natrup Hagen hatten das Lummerland-Lied aus Jim Knopf „Eine Insel mit zwei Bergen“ auf „eine Schule mit zwei Häusern“ modifiziert und vorgetragen.

Neun Jahre kommissarisch

In ihrer Dankesrede riet Frankenberg Dezernentin Sandra Castrup von der Landesschulbehörde, nicht ganz so genau hin zu hören und beklagte, dass die Schulleiterinnen-Tätigkeit viel bürokratischen Aufwand beinhalte, der dem Unterricht nicht zu Gute komme. Dennoch fühle sie sich zusehends wohler in der Position, die Frankenberg bereits seit 2009 kommissarisch ausfüllt, seit Februar auch die Zusage hat und nun offiziell in das Schulleiteramt eingeführt wurde. Dennoch machte Frankenberg klar, dass sie und ihre Schule sich noch weit entfernt von ihren persönlichen Ansprüchen befände, lobte aber zugleich das Klima zwischen Kollegium, Gemeinde, Eltern und Schülern sowie das Engagement und gemeinsame Streben „gute Schule“ machen zu wollen.

Dank und Lob für die Schüler

Das größte Kompliment richtete sie an die Schülerschaft: „Ihr seid der Grund, warum wir alle auf diesem Schulschiff fahren und warum ich hier auch Kapitänin werden wollte. Wir sitzen alle in einem Boot.“ Entsprechend liebevoll und hintersinnig die kleinen Geschenke, die ihre Schüler ihr in einer Schatzkiste mit auf den Weg gaben. Einen Kompass, um das Schulschiff auf Kurs zu halten, ein Fernrohr, um neue Ziele zu entdecken und eine Piraten-Augenklappe, um im richtigen Moment auch mal ein Auge zudrücken zu können. Gerührt und angetan von dem tollen Programm, das Schüler und Kollegium auf die Beine gestellt hatten, versprach sie, sich am Montag bei den Bundesjugendspielen mit einem Eis bei den Kindern zu revanchieren. Einmal mehr tosender Applaus.


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