Erlös für die Jugendarbeit Hagener Kirchengemeinde St. Martinus feiert Pfarrfest

Von Michael Luttmer

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Hagen. Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus hat am Sonntag ihre Mitglieder, Nachbarn und Freunde zum Pfarrfest geladen – und zahlreiche Besucher aus Nah und Fern waren der Einladung im Verlauf des Nachmittags bis in den frühen Abend gefolgt.

Sie verlebten heitere Stunden an Bier- und Bratwurstbuden rund um das große katholische Gotteshaus im Ortskern oder ließen es sich bei Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal gut gehen.

Der Startschuss zum Pfarrfest fiel bereits am am Freitag. Da hatten etwa 30 Doppelkopfspieler im Festzelt beim Preisturnier Karten gedroschen. Der Samstag stand ganz im Zeichen fröhlichen Handelns für Jedermann – denn im „über Nacht“ umgebauten Festzelt feilschten an Ständen große und kleine Flohmarkthändler mit Käufern um Preise für Gebrauchtes und Begehrtes.

Nach dem Hochamt am Sonntag servierten die Kochfrauen und Gruppenleiter des Jungenzeltlagers den Kirchenbesuchern am selben Ort Erbsensuppe zu Mittag.

Delikatessen aus Benin

Kaplan Coffi Régis Vladimir Akakpo bot ein paar Stunden später Spezialitäten aus seiner Heimat an. „Mit dem Erlös unterstütze ich ein wichtiges Bauprojekt in meinem afrikanischen Heimatland“, sagte er lächelnd, während er selbst gekochte Speisen aus Benin vorstellte. Neben Tees, zubereitet nach Originalrezepten, konnten Besucher außerdem Delikatessen aus dem kleinen westafrikanischen Land verzehren, die Akakpo mit seiner Mutter und einem Bekannten vormittags gekocht hatten. Akakpo ist seit drei Jahren Kaplan der Gemeinde und fühlt sich dort nach eigenen Angaben „pudelwohl“, weil er die Arbeit mit den Hagenern liebt. Wenn er keine Messen liest oder Ministrantenarbeit macht, widmet er sich ganz der Wissenschaft. Denn nebenbei promoviert er auch noch an der Universität Münster in „Christlicher Sozialethik“ in Katholischer Theologie – eine zeitaufwändige und zuweilen „zähe“ Angelegenheit, die dem flüssig Deutsch sprechenden Afrikaner sichtliches Vergnügen zu bereiten scheint.

Lob für das Engagement

Anke Blömer, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Martinus, lobte die Arbeit vieler Ehrenamtlicher beim Fest und in den Wochen davor. „Alles steht und fällt mit dem Vorbereitungsteam“, sagte sie, während sie das bunte Treiben fachmännisch musterte. Alle fleißigen beteiligten Helfer seien handverlesen, schließlich schöpfe die „lebendige Gemeinde St. Martinus“ aus einem beinah unerschöpflichen Reservoir funktionierender Verbände und emsiger Jugendgruppen. Und weil den Gemeindeverantwortlichen die Jugendarbeit besonders am Herzen liege, habe man sich einstimmig entschlossen, den Erlös der „großen Sause rund um den Kirchturm“ für die Jugendarbeit zu verwenden, sagte sie.


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