Infoabend der Kolpingsfamile Schutzstreifen und Kreisverkehre in Hagen

Von Marius Paul

Im Kreisverkehr: Polizeioberkommissar Heiner Kröger gibt Einblicke in die verkehrspolizeiliche Arbeit und neue Vorschriften im Straßenverkehr. Foto: Marius PaulIm Kreisverkehr: Polizeioberkommissar Heiner Kröger gibt Einblicke in die verkehrspolizeiliche Arbeit und neue Vorschriften im Straßenverkehr. Foto: Marius Paul

mapa Hagen. In stetiger Regelmäßigkeit werden bundesweit neue Vorschriften und Maßgaben für das Verhalten im Straßenverkehr erlassen. Dass dabei oftmals Fragen und Unklarheiten auftauchen, wurde jetzt auch auf einem von der Kolpingsfamilie Gellenbeck veranstaltetem Informationsabend im Gustav-Görsmann-Haus deutlich.

Unter dem Titel „Neuerungen im Straßenverkehr“ informierte der Polizeioberkommissar Heiner Kröger die Anwesenden über grundlegende Bestimmungen und vermeintliche Tücken der Straßenverkehrsordnung. „Es kommt vor, dass der eine oder andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr alle Regeln auf dem Schirm hat. Aus diesem Grund ist das höchste Gebot ständige Vorsicht, denn die Straßen sind kein Spielplatz“, so der Sicherheitsberater.

Unsicherheit beim Schutzstreifen

Neben den Themen Elektromobilität, Rettungsgassen, Ablenkungen im Straßenverkehr und dem Verhalten an Bushaltestellen und in verkehrsberuhigten Bereichen, war vor allem die Frage nach den sogenannten Schutzstreifen ein strittiges Thema. Als Schutzstreifen werden die besonders gekennzeichneten Fahrradwege auf den Fahrbahnen verstanden, wie sie beispielsweise auch auf der Natruper Straße vorhanden sind. So wurde bemängelt, dass die teilweise unterbrochene Kennzeichnung des Schutzstreifens zu Missverständnissen führe und der Umgang damit deshalb zu einer ernsthaften Herausforderung werde. Kröger machte indes deutlich, dass derartige Schutzstreifen unter anderem an Ein- und Ausfahrten mehr Sicherheit bieten, als hoch gelegene Fahrradwege: „Man wird von anderen Verkehrsteilnehmern viel eher wahrgenommen.“ Hinzu komme, dass Autofahrern eine permanente Benutzung des Schutzstreifens untersagt ist, denn nur in bestimmten Fällen dürfe man diese mit dem Auto befahren. „Dass die Nutzung der Schutzstreifen für einige zunächst unbehaglich erscheint, ist verständlich. Gerade deshalb ist es wichtig, die Menschen über solche Veränderungen umfassend aufzuklären“, mahnt der Polizeioberkommissar.

Kreisverkehre gesondert betrachten

Darüber hinaus weckte auch das Thema Kreisverkehre großes Interesse. Insbesondere der Kreisverkehr an der Kreuzung Natruper Straße und Holperdorper Straße sei unzureichend beschildert und sorge regelmäßig für Gefahrensituationen. Neben der ohnehin mindestens einmal im Jahr stattfindenden Verkehrsschau, sei laut Kröger auch aus diesem Grund bereits eine gesonderte Verkehrsschau für Kreisverkehre im Raum Hagen beantragt.

Für Werner Obermeyer von der Kolpingsfamilie war die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Wir haben derartige Informationsabende in der Vergangenheit bereits häufiger organisiert und jetzt einmal die verkehrspolizeiliche Sicht aus dem alltäglichen Dienst zu hören, war für viele sehr aufschlussreich. Deshalb wollen wir versuchen, solche Veranstaltungen nun wieder regelmäßig anzubieten.“