Familienverband auf dem Hof Recker Hagener und Glandorfer gemeinsam im Pfingstzeltlager


Hagen/Glandorf. Über das Pfingstwochenende ist die Bevölkerung des Glandorfer Ortsteils Sudendorf kurzfristig um fast 80 Personen angestiegen. Wie in den vergangenen Jahren fand auf dem Hof Recker das Pfingstzeltlager der Ortsvereine des Deutschen Familienverbandes aus Glandorf und Hagen statt.

Es ist Mittagszeit und eine lange Schlange von Hungrigen steht am Küchenzelt an, wo heute Pasta Bolognese auf dem Speiseplan steht. Die Gulaschkanone ist randvoll und jeder kann sich nach Herzenslust satt essen – was die meisten auch tun. Landluft macht hungrig und in der Gruppe zu essen macht Spaß. Außerdem duftet das Essen verlockend und so hat Claus Denker alle Hände voll zu tun, Teller um Teller zu füllen. Er ist der Vorsitzende der Ortsvereine aus Hagen und Glandorf, muss aber wie alle anderen Mitglieder auch Küchendienst leisten.

Familientradition

Der Ortsverein Hagen hat seine Mitglieder wieder zur Entschleunigung eingeladen und zusammen mit den Partnern vom Ortsverein Glandorf das Familienzelten auf dem Hof Recker veranstaltet. Seit Donnerstag waren die Männer da und haben die 25 Zelte auf der Wiese hinter der Scheune aufgebaut. „Wir sind über Nacht geblieben, obwohl das Zelten offiziell erst am Freitag beginnt“, berichtete Peter Denker, der Sohn des Vereinsvorsitzenden. Wie andere Teilnehmer im Zeltlager ist er als Kind früher mit seinen Eltern zum Familienzelten mitgefahren und wiederholt das jetzt als Vater mit seinen eigenen.

Erinnerungen und familiäres Miteinander

Margret Hehmann und ihre Enkelin Lina sind zum ersten Mal dabei. Die Fünfjährige ist ein Glückskind und hat beim Hagener Adventskalender die Fahrt ins Zeltlager gewonnen. Lina isst mit Oma Pasta und hat großen Appetit. Ja, es mache großen Spaß mit den anderen Kindern zu spielen. Und Oma Margret hat etwas längst Vergangenes wiederentdeckt. „Es ist mehr als 30 Jahre her, dass ich zuletzt gezeltet habe. Es gefällt mir sehr“.

Groß und Klein fühlt sich pudelwohl. Das Wetter macht den Campern keinen Strich durch die Rechnung und die Sonne kommt häufig raus, die Stimmung ist gut und alle sind entspannt. „Wir müssen uns wie in jedem Jahr bei Antonius Recker und seiner Familie bedanken, an diesem schönen Ort sein zu können“, sagt Claus Denker. Seit fünf Jahren findet das Zeltlager des Familienverbands hier statt und die Mitglieder des Ortsvereins aus Glandorf sind auch dabei. Die beiden Ortsvereine gehen seit einige Jahren ihren Weg zusammen und organisieren viele Aktivitäten gemeinsam.

„Es geht sehr familiär zwischen uns zu und es hat sich mittlerweile eine vertraute Atmosphäre ergeben“, beschreibt Sabine Strotmeier das Verhältnis. Für die stellvertretende Vorsitzende aus Glandorf ist das Miteinander inzwischen selbstverständlich geworden.

Typisches Zeltlagerleben

Davon, dass alles gut läuft, profitieren am meisten die Kinder. Sie können toben so viel sie wollen und zudem an den vielen Spielen teilnehmen oder basteln. An diesem Pfingstwochenende steht alles unter dem Motto Wikinger und es werden Schilde und Schwerter gebastelt oder Spiele wie Wikingerschach angeboten. Und abends sitzen dann alle gemeinsam am Lagerfeuer, das darf bei einem Zeltlager einfach nicht fehlen. Wenn auch niemand Gitarre spielt, die Musik kommt von einem CD-Spieler, könnte die Stimmung nicht besser sein und so wird sogar gemeinsam gesungen. Es wird spät, bis dann die letzten Lichter in den Zelten verlöschen.


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