„Sichtweisen“ in der Kirche Lisa und Ludwig Burandt zeigen neue Werke in Hagen

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Lisa und Ludwig Burandt zeigen in der Ehemaligen Kirche Hagen in der Ausstellung „Sichtweisen“ neue Werke. Foto: Robert SchäferLisa und Ludwig Burandt zeigen in der Ehemaligen Kirche Hagen in der Ausstellung „Sichtweisen“ neue Werke. Foto: Robert Schäfer

Hagen. Mit ihrer Ausstellung „Sichtweisen“ zeigen Lisa und Ludwig Burandt in der Ehemaligen Kirche Hagen abstrakte Malerei, Holzschnitte und Fotografien.

Hagen. Zwei Hagener Künstler stellen in der Ehemaligen Kirche in ihrem Heimatort aus. Wo es meistens musikalische Darbietungen gibt, wird nun bis zum 2. Juni Kunst gezeigt. Lisa und Ludwig Burandt zeigen in der Ausstellung „Sichtweisen“ abstrakte Werke und fotografische Arbeiten. Am Dienstagabend ermöglichte eine Vernissage einen ersten Zugang zu den Bildern.

Vater Ludwig Burandt zeigt in der Ausstellung aktuelle Werke. Hier arbeitet Burandt abstrakt mit Farben und Formen. Alles ist in Bewegung. Bilder wie „Zukunft“ oder „Vergangenheit“ drücken in der Farbgebung und mit den Mitteln der Malerei aus, was der Künstler im Inneren sieht. „Wie Worte in Gedichten“, beschreibt Burandt selbst seine neuen Werke, zu denen sich in der Ausstellung auch noch einige weitere aus den vergangenen Jahren gesellen.

Direkt aus dem Studium kommt Tochter Lisa Burandt. Kunst und Musik hat sie an der Universität Osnabrück studiert und vor Kurzem mit dem Master abgeschlossen. Auf den ersten Blick ist die künstlerische Nähe zu ihrem Vater zu erkennen. Auch sie arbeitet im Nichtgegenständlichen. Farbholzschnitte und Malerei zeigen sich farblich auffällig. Unterschiedliche Muster und Formen gehen ineinander und heben sich gleichzeitig ab.

In einem Bereich betritt Lisa Burandt allerdings künstlerisches Neuland. Sie arbeitet auch mit Fotografie. Auch hier sind ihr Formen und Verläufe wichtiger als eine stoffliche Darstellung. Mit einer Langzeitbelichtung von bis zu 20 Sekunden und verschiedenen Filtern ergeben sich Landschaften und verwirrend-einladende Formen, deren Ausgangspunkt oft nicht mehr zu erkennen ist.

„Kunst ist mehr als handwerkliches Können“, sagte auch Klaus Schagon, der in die Ausstellung einführte. Es sei ein „schöpferischer Akt“. Die Werke beider Künstler seien „in planender Absicht gestaltet“. Die Realität werde in eine andere Richtung geführt, und der Betrachter müsse etwas in das Bild hineintragen. Das sei eben „besser, als nur zu vervielfältigen“.

Ganz ohne Musik mussten die Besucher der Ehemaligen Kirche aber auch am Dienstag nicht auskommen. Das Trio „Legno con passione“ begleitete die Vernissage.


Die „Sichtweisen“ sind von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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