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Umbau des Schultenhofs zur Friedhofskapelle bis August fertig Gedämmtes Denkmal

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Hagen. Unbeeinträchtigt vom Wetter gehen derzeit die Innenarbeiten am Umbau des Schultenhofes weiter, der zur neuen Friedhofskapelle umgebaut wird. Das ehemalige Hofgebäude der Familie Schulte to Brinke ist komplett entkernt worden und wird nach seiner für den Sommer geplanten Einsegnung Sitzplätze für 100 Trauergäste bieten.

Kosten- und Zeitrahmen bleiben gewahrt – was könnte einen Bauherrn mehr freuen? Markus Hestermeyer, in der Gemeindeverwaltung verantwortlicher Fachdienstleiter, zeigte sich beim Besuch der Baustelle sehr zufrieden. „Die Arbeiten sind exakt im Zeitplan, davon haben sich auch die Mitglieder des Fachausschusses vor einer Weile vor Ort überzeugt.“ Noch wichtiger ist die Einhaltung der finanziellen Vorgabe. Die Kosten für den Umbau bleiben wie vom Rat beschlossen bei 650000 Euro bestehen. Die Gemeinde erhält für die Maßnahme des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Zuschüsse vom Landesamt Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN).

Die Bauleitung für das Projekt liegt in den Händen von Architektin Miriam Witte und Bauingenieurin Silvia Vogelsang aus Hilter. Sie haben bisher eine Reihe von Umbauten an historischer Baumasse durchgeführt. In Hagen wurde nach dem Ebnen des Bodens im Schultenhof alle vorhandene innere Bausubstanz bis auf das Ständerwerk entfernt. Neu entstehen dort eine 200 Quadratmeter große Trauerhalle und seitlich davon zwei Abschiedsräume, in denen die Verstorbenen aufgebahrt werden. Die Stirnwand der Halle wird ein Triptychon der holländischen Künstlerin Cynthia Tokaya schmücken, die den Jugendkreuzweg in St. Bruno in Düsseldorf-Unterrath gestaltet hat.

Witte und Vogelsang haben marode Teile des Ständerwerks erneuert, Heizschlangen unterhalb der lehmverputzten Wände angebracht und Sprossenfenster eingesetzt. Zusätzlich sind zwei Dachfenster eingebaut, die Stirnwand und Andachtsraum mit Licht versorgen. Neu sind auch die Sanitärräume im Gebäude.

Äußerlich wurde der untere Teil des Dielentores erneuert und ein zusätzlicher Ausgang an der Westseite angelegt. Von dort aus wird nach der Trauerfeier das Friedhofsgelände betreten. Das Außengelände erhält 34 Autostellplätze, die Wege sind behindertengerecht ausgebaut. Den Weg aus der Kapelle heraus bis zu den Grabfeldern begleitet ein Wasserspiel, „Quell des Lebens“ genannt.

Hestermeyer erklärt, dass die Gemeinde schon einiges an Unterhaltungskosten aufgebracht hat, weit bevor der 1754 errichtete Hof als Friedhofskapelle ins Gespräch gebracht wurde. Unter anderem war das Dach erneuert worden. Diesem Umstand ist es zu verdanken, mit der Baumaßnahme in einem angemessenen Kostenrahmen bleiben zu können. Ein kompletter Neubau wäre nur im Millionenbereich zu machen gewesen. So sei es möglich, die Kosten für Bestattungen auf dem bisherigen Niveau zu belassen.


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