Projektleiterin erstattet Bericht Hagens Schritte zur familiengerechten Kommune

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Hagen darf sich seit 2015 mit dem Zertifikat „familiengerechte Kommune“ schmücken – doch daran muss kontinuierlich weiter gearbeitet werden. Archivfoto: Swaantje HehmannHagen darf sich seit 2015 mit dem Zertifikat „familiengerechte Kommune“ schmücken – doch daran muss kontinuierlich weiter gearbeitet werden. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Hagen. Das „Wir“-Gefühl in Hagen zu stärken, und Angebote für alle Altersgruppen anzubieten, letztlich die Attraktivität von Hagen als Wohn- und Lebensort für Familien auszubauen – das sind grob umrissen die Entwicklungsziele des Audits „Familiengerechte Kommune“, das die Kirschgemeinde in Planungsgruppen 2015 auf den Weg brachte und seitdem kontinuierlich fortentwickelt.

Projektleiterin Isabell Mindrup von der Gemeindeverwaltung informierte den Familienausschuss über die im vergangenen Jahr erzielten Fortschritte. So wurde die Gemeindeverwaltung im September als „familienfreundlicher Arbeitgeber“ zertifiziert. Damit der Ort als familienfreundlicher Lebensort wahrgenommen wird, wurden Maßnahmen wie die Einrichtung von Babykursen (Delfi, Baby Signal, Stillgruppe) ergriffen und eine Öffentlichkeitsoffensive gestartet: Die Musterfamilie Hehmann berichtet, wie sie Hagen als familienfreundlich wahrnimmt.

Familienfreundliche Vereine fördern

Ein Schwerpunkt, so Mindrup, war 2017 die Förderung von Familienkomponenten in den Vereinen. Die Gemeinde sieht es als ihre Aufgabe an, Vereins- und Jugendarbeit finanziell zu fördern und vergibt deshalb, nach einem Kriterienkatalog gestaffelt, Zuschüsse an örtliche Vereine zur Unterstützung ihres gesellschaftlichen Engagements, insbesondere für Familienangebote und Familiengerechtigkeit. Zudem wurde im November ein künftig regelmäßig tagender Runder Tisch der Vereine und Verbände eingerichtet. Unter Moderation der Gemeinde geht es dabei um Maßnahmen, die gezielt Familien unterstützen, zum Beispiel in der Gestaltung der Tarifstrukturen, in der Ausweitung generationsübergreifender Angebote oder einem gemeinsamen Veranstaltungskalender. Angestrebt wird eine bessere Zusammenarbeit und Vernetzung der Vereine untereinander.

Kontinuierlich verbessern

Verbessert werden konnte nach Mindrups Darlegungen die Nachmittagsbetreuung für Grundschüler und Kindergartenkinder, die kontinuierlich dem Bedarf angepasst werde. Im Familienservicebüro wurden 150 Beratungsgespräche geführt, im Netzwerk „Frühe Hilfen“ drei Kurse für jeweils 18 junge Eltern durchgeführt, die Seniorenbeauftragte Ruth Schulte to Bühne wurde 39 Mal von Ratsuchenden aufgesucht.

Bei der Schaffung bedarfsgerechten Wohnraums sei man mit der geplanten Wohngruppe für Menschen mit Handycap in der Jahnstraße 4 einen Schritt weitergekommen. Als Aufenthalts- und Begegnungspunkte für Jung und Alt erwiesen sich der neugestaltete Treffpunkt Marktplatz und der Rathausvorplatz, in Kürze, so hoffe man, auch der Kirchvorplatz in Gellenbeck.

Der Bericht wurde von den Fraktionen wohlwollend zur Kenntnis genommen: „Das ist ein komplexes Thema und die Entscheidung des Rates für die Zertifizierung war gut“, fasste Ausschussvorsitzender Klaus Herkenhoff die Beiträge zusammen.


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