Stärke durch Umgang mit Pferden Judith Rakers entspannt bei Horses & Dreams

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Hagen. Ein regenfreier Samstag, jordanischer Flair, Spezialitäten aus aller Welt, nationale und internationale Reiter – und mittendrin: Tagesschau-Moderatorin Judith Rakers. Auch in diesem Jahr war sie zu Gast bei Horses & Dreams in Hagen. Ihre Liebe zu Pferden war dabei deutlich spürbar.

In braunen Lederstiefeln, die unwillkürlich ans Reiten erinnern, einer lässigen blauen Jeans, mit Sonnenbrille und in heller Bluse samt Pferdemotiv schlendert Judith Rakers über das Veranstaltungsgelände des Hofes Kasselmann. Die Pferdeliebhaberin hat sich nach ihrer Talkshow „3 nach 9“ am Freitagabend direkt ins Auto gesetzt und sich auf den Weg von Bremen nach Hagen gemacht. Mit im Gepäck: Neugier und die Vorfreude darauf, liebe Freunde wieder zu treffen. „Mich verbindet eine langjährige Freundschaft mit der Familie Kasselmann, darum komme ich immer wieder gerne zu Horses & Dreams“, erzählt die Moderatorin, während sie bei einem Glas Wasser und sichtlich entspannt auf einem Sofa im Kasselmann- Pressezelt sitzt.

Liebe Freunde

Ein paar Mal sei sie schon da gewesen, zu einem gemütlichen Treffen mit Bianca und Ullrich Kasselmann im beschaulichen Örtchen am Teutoburger Wald. „Ich habe heute schon einiges auf dem Turniergelände angeschaut und freue mich darauf, später noch die Dressurkür zu sehen“, sagt Rakers. Ob sie öfter auf größeren Reitveranstaltungen zu Gast ist? „Eher selten. Aber ich war zum Beispiel beim Derby in Hamburg oder in Luhmühlen, nur habe ich unwahrscheinlich wenig Zeit dafür. Ich arbeite ja oft auch am Wochenende.“ Zu Horses & Dreams habe die Journalistin einfach einen persönlichen Bezug, der sie nach Hagen an die Spring- und Dressurplätze lockt.

Leidenschaft im Beruf

Auch, wenn die Hamburgerin wenig Zeit hat, um den Turniersport live zu verfolgen, dreht sich in ihrem Leben vieles um Pferde. Wenn sie nicht vor der Kamera oder im Tonstudio steht, dann sitzt die Vielseitigkeitsreiterin am liebsten selbst im Sattel. „In guten Wochen schaffe ich es drei bis vier Mal die Woche zum Stall. Manchmal kann ich aus beruflichen Gründen auch länger nicht zum Pferd fahren, dann kümmert sich unter anderem mein Trainer liebevoll um meine Stute Sazou“, sagt Rakers. In den „guten“ Wochen, wenn der Job es zulässt, bekommt die Tagesschausprecherin bei der Arbeit mit ihrem Pferd den Kopf frei: „Das ist ein Ausgleich für mich, am Stall ist kein Platz für Stress, das merken die Tiere sonst. Man konzentriert sich voll und ganz auf sein Training und den Umgang mit dem Pferd.“

Den Überblick behalten

Das Reiten, das sie seit ihrem siebten Lebensjahr betreibt, mache sie stark. „Ich denke, dass der Umgang mit Pferden und auch die Reitstunden viel für mich getan haben“, sagt sie. Auf dem Pferderücken müsse man oft Ruhe bewahren. „Dabei lernt man, sich zurückzunehmen und in unübersichtlichen Gefahrensituationen einen kühlen Kopf zu behalten. Das Pferd ist ja ein Fluchttier.“

Diese Fähigkeiten, den Überblick zu behalten und nicht „hysterisch“ zu werden, benötige sie auch im Job, bei der Tagesschau, in ihrer Talkshow oder beim Dreh ihrer Reportagen. Das Besondere: Rakers hat es geschafft, Beruf und Hobby zu verbinden. Im Mai startet ihre dreiteilige Reportagereihe „Judith Rakers: Abenteuer Pferd“. Dabei geht es nicht um das klassische Dressur- und Springreiten, das man eben auch auf dem Hof Kasselmann bei Horses & Dreams erleben kann. „In Norddeutschland gibt es eine so vielfältige Pferdewelt. Die möchte ich den Menschen zeigen“, sagt Rakers. Es geht ums Westernreiten, Kutschefahren und die Arbeit von Holzrückern, die auch heutzutage noch mit Kaltblütern Baumstämme aus dem Wald abtransportieren. „Die Pferde werden an Orten eingesetzt, an die eine Maschine nicht hinkommt, ganz geräuschlos und ökologisch“, ergänzt Rakers.

Mutig sein

Für ihre neue TV-Show musste Rakers Mut beweisen. Sie werde nicht nur über die besonderen Reitweisen und unterschiedliche Arbeit mit Pferden berichten. Sie testet auch alles selbst aus, sitzt im Westernsattel, fährt Kutsche oder lenkt ein Pferd, und zwar nur mithilfe der Stimme, durch den Forst. Zu sehen sind die drei Filme ab dem 9. Mai, jeweils um 21 Uhr im NDR. „Ich bin gespannt, wie das Format bei den Zuschauern ankommt“, sagt Rakers. Bis es soweit ist, hat sie aber noch etwas Zeit, sich auf dem Hof Kasselmann mit Freunden auszutauschen, die ländliche Idylle zu genießen und Reiterikonen zu bewundern: „Ich freue mich sehr auf den Ritt von Ingrid Klimke“, sagt die Moderatorin und bricht auf zu einem Gang durch das jordanische Dorf – zum Essen und zum Entspannen.


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