Zwei Krippengruppen 2019 Hagen tut was für die Kindergärten: neue Regelgruppe im Sommer

Von Petra Pieper

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zahlenspiele:  Der Familienausschuss Hagen befürwortete die Einrichtung einer weiteren Regelgruppe im St. Martinus-Kindergarten und brachte Planungen für einen Krippenneubau auf den Weg. Foto: Daniel NaupoldZahlenspiele: Der Familienausschuss Hagen befürwortete die Einrichtung einer weiteren Regelgruppe im St. Martinus-Kindergarten und brachte Planungen für einen Krippenneubau auf den Weg. Foto: Daniel Naupold

pep Hagen. Geht es nach dem Familienausschuss, ist die Sache klar: Einstimmig votierten die Mitglieder dafür, zum 1. August dieses Jahres eine weitere Regelgruppe für 25 Kinder im St. Martinus-Kindergarten einzurichten. Und auch die Planungen für den Neubau von zwei Krippengruppen mit zusammen 30 Plätzen am St. Christophorus-Kindergarten sind auf gutem Weg.

Dank der günstigen Entwicklung der Geburtenzahlen in Hagen seien alle zur Verfügung stehenden Kindergartenplätze in den fünf Einrichtungen belegt, teilte Bürgermeister Peter Gausmann mit. Wenn man auch nicht davon ausgehen könne, dass die Geburtenzahl konstant so hoch bleibe – in 2017 verzeichnete Hagen 135 Neugeborene – so müsse man doch vorsorgen, zumal wenn die diskutierte Beitragsfreiheit komme und dadurch die Nachfrage gesteigert werde.

Gute und kostengünstige Lösung

Um kurzfristig zu einer guten und kostengünstigen Lösung zu kommen, wurde mit dem Träger des Martinus-Kindergartens vereinbart, dass dort ein früherer Gruppenraum im Untergeschoss, der jetzt noch als Personalraum genutzt werde, entsprechend den geltenden Vorschriften umgebaut werden könne.

Der Raum hat einen direkten Zugang zum Spielplatz und wurde in den 90-er Jahren als Gruppenraum genutzt. Nun sind eine neue Brandschutzausstattung und eine neue Akustikdecke erforderlich, ebenso Küche, Waschräume und Wickelmöglichkeit. Insgesamt werden nach Aussage der Verwaltung Baukosten in Höhe von 80000 bis 90000 Euro und Ausstattungskosten in Höhe von 30000 Euro erwartet, die von der Gemeinde Hagen zu tragen sind.

Schlüssige Kalkulation

Thomas Plogmann signalisierte Zustimmung seitens der CDU: Die Kalkulation erscheine schlüssig und machbar: „Wir sagen Ja, so schnell wie möglich.“ Dem stimmte die SPD „gern“ zu, obgleich Uwe Sprehe zu bedenken gab, dass die Fünfgruppigkeit im Martinus-Kindergarten kein Dauerzustand bleiben dürfe, „dann wäre der Kindergarten zu groß“.

Markus Hestermeyer von der Verwaltung versicherte, dass die Betriebserlaubnis „für die Dauer der Geburtenspitze“ erteilt werde. Die Gruppe soll zum neuen Kindergartenjahr im August starten.

Diese 25 neuen Plätze einbezogen, bietet Hagen nach Auskunft des Bürgermeisters im Kindergartenjahr 2018/19 361 Kindergartenplätze, davon 21 integrative, sowie 75 Krippenplätze, 51 Tagespflegeplätze und 59 Plätze in nachmittäglichen Spielkreisen.

Um auch das Angebot an Krippenplätzen dauerhaft zu erweitern, war Architekt Detlef Igelbrink beauftragt worden, Planungen für den Neubau von zwei Krippengruppen für je 15 Kinder zu entwickeln. Bei einem Ortstermin vor der Ausschusssitzung informierten sich die Kommunalpolitiker am Christophorus-Kindergarten über die gegebene Situation und tauschten sich mit der Einrichtungsleiterin Barbara Scholl aus. In der Sitzung erläuterte Igelbrink die Planungen, die einen nach Westen an den Kindergarten angegliederten, weitgehend separaten Baukörper vorsehen.

Verglaste helle Halle

Mit eigenem Eingang, einer nach Süden vollverglasten hellen Halle mit Garderoben und Anziehpodesten sowie zwei Gruppenräumen mit je eigenen Ruhe- und Waschräumen entsteht auf rund 270 Quadratmetern plus 360 Quadratmetern Außenbereich ein dem Krippen-Raumkonzept des Bistums konformer Bereich.

Eine Wohnung über dem Kindergarten wird ebenfalls umgebaut und bietet neben einem Personalraum gegebenenfalls noch Platz für einen weiteren Gruppenraum „zur Spitzenabdeckung für zehn Kindergartenkinder“, so Gausmann.

Eine Million Euro

Eine Kostenschätzung gebe es noch nicht, aber eine Million Euro werde das Bauvorhaben sicher kosten, sagte der Bürgermeister. Zuschussanträge seien bereits gestellt.

Die Fraktionen lobten den Entwurf und nahmen die Unterlagen zur Beratschlagung mit. In der nächsten Ausschusssitzung soll „grünes Licht“ gegeben werden, hoffte Gausmann, damit der Beschluss noch vor der Sommerpause durch den Rat gefasst werden könne. „Dann haben wir, wenn alles klappt, Ende Juni 2019 eine ‚Vorzeigekrippe‘“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN