Blickfang für Horses & Dreams Yachttransport nach Hagen

Von Markus Strothmann

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Osnabrück/Hagen. Die Firma Levien Sails and Drive transportierte am Dienstagmorgen eine brandneue, Yacht von Eversburg zum Hof Kasselmann nach Hagen, wo in Kürze die Reitsport-Großveranstaltung „Horses and Dreams“ startet.

Über 20 Meter lang, gut 4 Meter breit und genauso hoch war das Fuhrwerk aus Zugmaschine, Auflieger und Yacht. „Mit 10 Tonnen ist das Boot gar nicht so schwer - alles Kunststoff“, sagt Dirk Levien, Gesellschafter der Levien Gruppe. Vergangene Woche kam die Yacht in Osnabrück an, frisch aus der Werft des Herstellers Absolute Yachts in Piacenza, Italien - komplett in Folie eingeschweißt, wie es sich für Neuware gehört.

Am Dienstagmorgen dann der Weitertransport des guten Stücks zum Hof Kasselmann in Hagen. Dort startet am 25. April Horses & Dreams; die Yacht wird dort ausgestellt. Die Stadt Osnabrück gab keine Genehmigung für eine Tagfahrt, darum ging es in aller Frühe los: Kurz nach 4.30 Uhr rollte der Volvo von Fahrer Olaf Schube in Eversburg vom Hof.

Fahrerkommentar zum Lotter Kreuz: „Ein Witz.“

Chef Dirk Levien fuhr vorweg und zeigte die Strecke an. Rosi Kunz bildete das Schlusslicht und gab über Funk Hilfestellung: „Rechts ist Platz, jetzt kannst du durchziehen!“ Trotz der Unterstützung wurde es stellenweise mächtig eng. Olaf Schubes Hass-Stelle: Die Baustelle am Lotter Kreuz, mit beengten Verhältnissen durch zahlreiche Baken. Geknurrter Kommentar des gebürtigen Sachsen: „Ein Witz.“

Trotzdem zirkelte er den Laster relativ locker die Auffahrt hoch. Erfahrung hat er genug: „Ich mache das ja schon lange, seit 1983.“

Entgegenkommende Autofahrer wichen zügig aus, spätestens wenn sie sahen, was für ein Geschoss ihnen da entgegenkam. Einmal verpasste der Treck eine Ausfahrt - Missverständnis - und musste zurücksetzen. Ein ziemlicher Akt, der aber glatt gelang. Dank der frühen Stunde war der Verkehr überschaubar, sodass hinter dem Schwertransport keine lange Schlange entstanden war, die jetzt irgendwie hätte zurückweichen müssen. „Man darf sich nie aus der Ruhe bringen lassen“, so Olaf Schube. Nichtmal, wenn ein Porschefahrer mit Lichthupe drängelt, damit der Schwertransport Platz macht - alles schon vorgekommen.

Strecke und Fahrtzeit in Stein gemeißelt

Wer so einen Transport plant, muss die Strecke komplett mit Straßennamen bei der Stadt einreichen und sich dann exakt daran halten. „Wenn du von der Strecke abweichst und es passiert was, dann hast du sechs Richtige“, so Olaf Schube. Aber das hatte ja auch keiner vor, und nach ungefähr einer Stunde lenkte der Fahrer das Gespann in die Einfahrt des Hofs Kasselmann - schön pünktlich, was auch sein musste, denn um 6 Uhr schloss sich das genehmigte Zeitfenster.

Bei Kasselmann war das Team von Horses & Dreams schon auf den Beinen, um die Yacht in Empfang zu nehmen. „Extra für uns“, erklärte Dirk Levien augenzwinkernd.

Er hofft, für die Yacht aus Piacenza schnell einen Abnehmer zu finden, gern schon bei Horses & Dreams. Aber so oder so wird „das Boot“ noch weiterreisen zur Saisoneröffnung des Yachthafens in Lübeck Anfang Mai und anschließend zur „ancora boat show“ in Neustadt in Holstein.


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