Junge Musiker vor großem Publikum Vielfältiger Hausmusiknachmittag in Hagen

Von Christoph Beyer


cby Hagen. Gemeinsam musizieren verbindet: Dies wurde beim Hausmusiknachmittag der Jugendmusikschule Hagen am Sonntag in der ehemaligen Kirche erneut deutlich. Mit vielseitigen Klängen präsentierten Schüler dort Ihr Können und heimsten viel Applaus ein.

Für die jungen Musiker war es ein Auftritt vor großem Publikum, denn die Reihen in der Kirche waren dicht besetzt. Ein kurzweiliges und anspruchsvolles Programm, quer durch musikalische Epochen und Genres, hatten die Aktiven erarbeitet. Aktuelle Pop-Perlen umfasste es ebenso, wie zeitlose Klassiker und unbekanntere Stücke.

Eine frühlingshafte Aufbruchstimmung verbreitete zum Auftakt Klarinettistin Inka Molatta mit dem ersten und zweiten Satz aus dem Concerto Nr. 3 B-Dur (Carls Stamitz), begleitet von JugendmusikschulleiterJörg Zumstrull am Klavier. Das eisige Winterwetter draußen geriet so schnell in Vergessenheit. (Weiterlesen: Hausmusik mit der Jugendmusikschule – Vielsaitiges mit filigranen Fingern in Hagen)

Abwechslungsreiches Programm

Vielfältige Klangfarben brachten die Klavier-Klassen zu Gehör, etwa mit dem von Viola Otten vorgetragenen, anrührenden Stück „Schiff im Morgenlicht“ (Aniko Drabon). Ihre Gitarrensaiten ließen im Anschluss Julian Harbig und Wolfgang Wöbse erklingen. Die markante und mit E- und Akustikgitarre dargebotene Melodie „Apache“ (The Shadows) kam bei der guten Kirchenakustik voll zur Geltung.

Für einen der Höhepunkte des Hausmusiknachmittags sorgte Josef Schniederbernd, der mit dem flirrend-meditativen Klavierstück „Tamarack“ (George Winston) glänzte. Zuvor hatte Elena Otten den Frank Sinatra Hit „New York, New York“ auf die Pianotasten gezaubert. (Weiterlesen: Jugendmusikschule Hagen – Puzzle zusammengesetzt und Schatz gefunden)

Gänsehautgarantie

Starke Beiträge erwarteten die Zuhörer auch, als die Gesangsklassen unter der Leitung von Christoph Alexander Stallkamp ihren großen Auftritt hatten. Eine Darbietung mit Gänsehautgarantie boten Carina Serke und Angelique Roehse. Ihr berührender, zweistimmiger Gesang samt Klavierspiel zu dem schönen Song „Dancing on my own“ (Calum Scott) stand stellvertretend für das hohe Niveau der Darbietungen. Zu diesem trug auch Sängerin Joline Brand bei, etwa mit dem Stück „Rebecca“ aus dem gleichnamigen Musical.

Standen bis zu diesem Zeitpunkt überwiegend Solisten oder kleine Ensembles auf der Bühne, wurde es auf dieser nun richtig voll. Die rund 40 Mitglieder der Gitarrenklasse, geleitet von Ramona Bücker, nahmen Platz, darunter auch mehrere Erwachsene. „Das generationenübergreifende Musizieren zur Förderung der Hausmusik ist uns sehr wichtig“ betonte Jörg Zumstrull. (Weiterlesen: Landrat auf Info-Tour – Kreis will höheren Zuschuss für Musikschule Hagen prüfen)

Flankiert von drei engagierten Sängerinnen boten die Gitarristen drei tolle Arrangements, darunter etwa das für Gitarren ungewöhnliche „Mission Impossible Theme“, und beschlossen so das klangvolle Konzerterlebnis.