„Krüüzfohrt in Schwienestall“ Begeisternde Premiere des Plattdeutschen Theaters Sudenfeld

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Hagen. Mit dem neuen Schwank „Krüüzfohrt in Schwienestall“ hat die plattdeutsche Theatergruppe des MGV Sudenfeld wieder voll ins Schwarze getroffen. Die Premierenbesucher am Samstag bei der Aufführung im Saal „Platzhirsch“ zeigten sich begeistert und zollten dem Spektakel auf der Bühne viel Beifall.

Plattdeutsches Theater hat in Hagen einen guten Stand. Kein Wunder, denn die Theatergruppen der Kolpingsfamilie in der Obermark und die des MGV Sudenfeld geben sich Jahr für Jahr die größte Mühe und kriegen damit verdientermaßen die Säle voll. Nachdem Anfang Januar die Saison in der Obermark eröffnet wurde, zogen jetzt die Laiendarsteller des MGV Sudenfeld nach.

„Krüüzfohrt in Schwienestall“ heißt deren neues Stück, das von Carsten Lögering in niederdeutscher Sprache verfasst und von Spielleiterin Maria Herkenhoff ins Plattdeutsche umgeschrieben wurde. Im Wesentlichen dreht sich das Lustspiel um einen Tombolagewinn, der auf Umwegen in die Hand von Bauer Jupp (Benno Markmeyer) gelangt und diesen in äußerst unruhiges Fahrwasser bringt.

Dreistündiges Vergnügen

Angezettelt wurde die Aktion von seiner Tochter Anna (Julia Schönebeck) und Lehrling Jan (Hendrik Kiffmeyer), die sich heimlich lieben. Um den „Buh enne tietlang löszuwerden, jubeln se ihm bie de Dorftombola den Hauptpries uner: eene Krüüzfohrt. Jupp hasst Water („Ick drink keens“) un überleg, wie he ut de Sacke rutkümp. He glöff, dat he eene geniale Idee häff - dat iss ower de reine Irrsinn.“ So das Drehbuch in kurzen Worten.

Auf jeden Fall ist es ein Stoff, der hohe Wellen schlägt und dem Publikum ein nahezu dreistündiges Vergnügen beschert. Auf der Bühne geht es turbulent zu. Es gibt Intrigen, Wirrungen und jede Menge Pointen. Die Darsteller, angeleitet von Spielleiterin Maria Herkenhoff, die sich nun seit 65 Jahren für das plattdeutsche Theater engagiert, zogen bei der Premiere im ausverkauften Saal alle Register. Bauernschläue trifft auf Gutmütigkeit, Liebelei auf Nickeligkeiten, und am Ende - na ja, so viel soll nun doch nicht verraten werden.

Weitere Aufführungen

Jedenfalls nahmen, nachdem der Vorhang gefallen war, die bereits Erwähnten sowie ihre Mitspieler Karin Hülsmann, Mechtild Plogmann, Heinz Hehmann, Melinda Glasmeyer, Hartmut Vorwald, Marion Glasmeyer und Manuel Dierker ihren verdienten Applaus entgegen. Auch die Crew hinter der Bühne, zu der Ansgar Glasmeyer, Heinz Hehmann, Hartmut Vorwald (spielt auch auf der Bühne), Wilfried Hülsmann, Elke Buller und die Souffleusen Maria Herkenhoff und Elke Sandkämper gehören, haben ihren Teil zum Gelingen beigetragen.

Weitere Termine sind am 3., 4., 10., 11. und 25. März  sowie am 7. und 8. April. Die Samstagstermine beginnen immer um 19 Uhr, die Aufführungen an den Sonntagen um 17 Uhr. Zur Premiere waren auch die Herren des MGV Sudenfeld aktiv, die das Publikum mit drei Liedern einstimmten. Sie haben sich auch für den Termin am 7. April angemeldet.


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