„Ein Original in Gottes Welt“ Gellenbecker feiern 25 Jahre Pastor Langemann vor Ort

Von Werner Barthel


Hagen. Über 400 Gemeindemitglieder haben am Festgottesdienst zu Ehren von Pastor Wolfgang Langmanns 25-jährigem Ortsjubiläum in der Gellenbecker Kirche Mariä Himmelfahrt teilgenommen.

Der Rahmen war eines besonderen Jubiläums würdig: Ein wahres Fahnenmeer von kirchlichen Vereinen und Verbänden schmückte den Altarraum der Gellenbecker Kirche zusätzlich sang der Mehrgenerationenchor unter Leitung von Christina Schmidt. Sichtlich beeindruckt von der Festschar verglich Pastor Langemann sein Jubiläum mit einer Silberhochzeit: „25 Jahre bin ich heute vermählt mit der Gemeinde. Das ist ein Geschenk, für das ich dankbar bin.“ In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Josef Ahrens an die Bedeutung der Pfarreiengemeinschaft der Kirchengemeinden St. Martinus und Mariä Himmelfahrt: „Sie ist eine Chance, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam zum Wohl aller Gemeindemitglieder tätig zu werden.“

In dieser Gemeinschaft, so Pfarrer Ahrens, habe Pastor Langemann einen festen Platz inne, den er mit den ihn auszeichnenden Eigenschaften ausfülle. Ahrens: „Wir alle sind in den letzten Jahren enger zusammengerückt mit dem Ziel, die Osterbotschaft zu verkünden und zu leben.“

Kinder rufen zum Empfang

Der anschließende Empfang im Marienkindergarten wurde dann allerdings weit hinausgezögert. Viele Gemeindemitglieder hatten Langemann auf dem Weg zum Festsaal abgepasst, um ihn persönlich zu beglückwünschen. Dem langen Warten machten schließlich die Kleinen aus dem Kindergarten ein Ende. Nach der Melodie „Bruder Jakob“ sangen sie eins ums andere Mal: Lieber Pastor, komm doch rein, hörst du nicht die Kinder…?“

Dann ergriff Wolfgang Konersmann das Wort. Im Namen von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat dankte er Pastor Langemann für seinen unermüdlichen Dienst an der Gemeinde. Sein „priesterliches Seelenamt“ in Gellenbeck und Hagen könne man an verschiedenen Kriterien festmachen. Konersmann: „Sie haben stets die gesamte Gemeinde im Blick gehabt, haben sich um frohe Gottesdienste bemüht und sich um ein besseres Verhältnis zu den evangelischen Christen verdient gemacht.“

Die Wertschätzung, die der Jubilar in der Gemeinde genießt, spiegelte sich auch in den Geschenken wider, die Konersmann gemeinsam mit Ingrid Keiser vom Pfarrgemeinderat überreichte. Dabei wird unter anderem die in Ton gebrannte Gellenbecker Kirche auch in Zukunft in Wolfgang Langemanns Wohnung bestimmt einen Ehrenplatz einnehmen. Die Glückwunschkarte war besonders großformatig ausgefallen. Schließlich hatten sämtliche Mitglieder von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat es sich nicht nehmen lassen, eigenhändig zu unterschreiben.

Das Große Los für Gellenbeck

Helga Witte als Vertreterin der Nachbargemeinde St. Martinus gab anschließend eine Anekdote zum Besten, in der Pastor Langemann die Hauptrolle spielt: Als dessen Kaplanszeit in Ankum zu Ende ging und seine Versetzung nach Gellenbeck bekannt gegeben wurde, sei sie bei einer Regionalkonferenz von den Ankumer Vertretern regelrecht geschnitten worden. Witte: „Die konnten es einfach nicht verknusen, dass Gellenbeck jetzt das große Los gezogen hatte.“

Mensch mit Schwächen und Stärken

Wie alle Redner vor und nach ihm ging Bürgermeister Peter Gausmann auch auf die Eigenschaft ein, die den Jubilar in besonderer Weise auszeichnet: „So manches Mal habe ich bei mir gedacht, was ist das bloß für ein Kerl, der bei allen sich bietenden Anlässen stets einen lockeren Spruch parat hat.“ Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Mechthild Lauxtermann überreichte er im Namen von Rat und Verwaltung den obligatorischen „flachen“ Blumenstrauß.

Allen aus den Herzen sprach anschließend Schwester Peregrina: „Sie, lieber Pastor, passen so richtig nach Gellenbeck. Für mich sind Sie ein Original in Gottes bunter Welt.“ In seiner Dankesrede knüpfte Langemann an die Predigt seines Mitbruders an. Er habe sich immer als einfaches Mitglied eines Teams gesehen, das sich mit aller Kraft für die Gemeinde einsetzte. Langemann: „Wie weit mein Dienst in der Gemeinde gelingt, müssen andere beurteilen. Ich habe mich als Seelsorger verstanden. Als Mensch mit all seinen Schwächen und Stärken.“