Jugendmusikschule Hagen Puzzle zusammengesetzt- Schatz gefunden

Von Monika Vollmer


mvo Hagen. 45 Piraten, Seeräuberprinzessinnen und Meerjungfrauen begaben sich auf eine musikalische Schatzsuche. Die Aufführung der Elementarklasse der Jugendmusikschule Hagen zauberte einen Hauch von Fluch der Karibik in die voll besetzte Aula der Grundschule Gellenbeck und erfreute das Publikum mit einem Potpourri aus musikalischen und kreativen Darbietungen.

Nur ein fertig zusammengesetztes Puzzle konnte zu dem Schatz führen und die einzelnen Teile dafür gab es nach jedem Bühnenauftritt. So zogen zunächst verwegen aussehende Piraten zu der Filmmusik von „Fluch der Karibik“ auf die Bühne, welche sich den Zuschauern als braune Schiffskulisse mit Steuerrad und Anker, tanzend auf den Wellen des Meeres, präsentierte. Statt jedoch die Säbel rasseln zu lassen, packten die Haudegen ihre Klanghölzer aus und untermalten mit „Piraten sind Piraten“ den Soundtrack. Schillernd bunt wurde es auf dem Schiff, als die kleinen Meerjungfrauen in ihren türkisglänzenden Schuppenkleidern und in einer Wolke aus Seifenblasen das Lied „Wir singen und tanzen“ performten.

Routiniers auf der Bühne

Die Freibeuter und Nixen, alle zwischen vier und sechs Jahren jung und der musikalischen Früherziehung oder des Grundkurses zugehörig, meisterten ihren Auftritt hervorragend und erbeuteten das erste Puzzleteil. Das Schiff bot noch Platz für weitere 27 Freibeuter die mit Sophran- oder Altflöten an Bord kamen. Im Alter von sechs bis zehn Jahren zählten sie schon zu den Routiniers auf der Bühne. „Wir stehen schon zum sechsten Mal auf der Bühne und kennen das Gefühl vor Zuschauern zu spielen“, so Norah und Greta (7). Ebenso souverän meisterten die drei Altflöten- Schülerinnen Hanna, Lena und Sarah mit den Liedern „König Sansibar“ und „Seemannslied“ ihren Auftritt.

Landratten

Helma Drechsler, Dozentin der Jugendmusikschule, organisierte mit Hartwig Elixmann den Aufbau und plante monatelang an der Aufführung. „Wir hatten allerdings nie eine Generalprobe. Alle Klassen übten bislang für sich, heute ist erstmalig die Zusammenführung der Stücke“, so Drechsler, die durch die verschiedenen Szenen führte und das Publikum mit einspannte. Als „Landratten“ hatte sie die Aufgabe, in vierstimmigem Kanon unterschiedlich zu klatschen.

Konzentriert

Damit das Puzzle fertig gestellt werden konnte, folgten zahlreiche Auftritte. Konzentriert spielten die Gitarrenschüler Henri und Merlin unter der Leitung von Dieter Hillebrandt „Wir lagen vor Madagaskar“ und Luca und Eva griffen beherzt am Klavier in die Tasten. Da Seemannslieder jedoch untypisch für einen Flügel sind, ließ Lehrerin Rosa Oks kurzerhand einen Weihnachtstitel einfließen. Den stolzen Eltern, Großeltern und Freunden der kleinen Künstler war das herzlich egal, sie hatten generell Spaß, fotografierten und beklatschten die verschiedenen Darbietungen.

Seeräuber und Meerjungfrauen

Das Schiff bewegte sich langsam Richtung Schatz, das ein oder andere Abenteuer galt es aber noch zu meistern. In szenischer Darstellung eines Piratenliedes wurden feindliche Angreifer musikalisch mit Melonen statt mit Kanonen in die Flucht getrieben, und ein schwunghaftes Auf- und Abschwingen von zahlreichen Tüllbahnen in vielen Farben sorgte für ein bewegendes Wellenspiel, welches umschifft werden musste. Nach gut 60 Minuten hatten es die Freibeuter geschafft: die Karte war komplett und die Schatzkiste wurde rasch gefunden. Die Seeräuber und Meerjungfrauen wurden für ihre abenteuerliche, musikalische Reise mit vielen Dukaten aus braunem Schokogold belohnt.