Hagener Feuerwehr ohne Nachwuchssorgen 119 Einsätze im vergangenen Jahr

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Feuerwehr Hagen musste im vergangenen Jahr unter anderem mehrere Male ausrücken, um in beiden Ortsteilen kleinere und größere Ölspuren zu beseitigen. Foto: Archiv/Atze RaheDie Feuerwehr Hagen musste im vergangenen Jahr unter anderem mehrere Male ausrücken, um in beiden Ortsteilen kleinere und größere Ölspuren zu beseitigen. Foto: Archiv/Atze Rahe

Hagen. Eins dürfte jetzt schon feststehen: In diesem Jahr wird die Zahl der Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Hagen wohl deutlich über den 119 Alarmierungen liegen, die 2017 insgesamt gezählt wurden und sich damit ungefähr auf Vorjahresniveau (116) bewegten. Grund: die 50 Mal, die am 18. Januar beim Sturm Friederike ausgerückt werden musste, um Schäden zu beseitigen.

Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink hat im Feuerwehrausschuss vor allem, was die personelle und materielle Ausstattung betrifft, nur positive Nachrichten gehabt: „Wir sind gut aufgestellt. Nachwuchssorgen bestehen nicht.“ Das belegen auch die Zahlen: 95 Aktive zählt die Freiwillige Feuerwehr, darunter 5 Frauen – insgesamt vier Kräfte mehr als im Vorjahr.

Igelbrink: Digital-Alarmierung mittlerweile sicher

Von den 119 Einsätzen in 2017 entfielen 13 auf Brände, 98 auf Hilfeleistungen und 8 auf sonstige Fälle. Hagens Gemeindebrandmeister: „Herausragende Ereignisse waren dabei ein Wohnwagenbrand am Campingplatz Teutoburgerwaldsee, ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person oder eine Personenreanimation nach Starkstromschlag.“ Bei den Brandeinsätzen handelte es sich sechs mal um einen Entstehungsbrand, zwei Mal rückten die Einsatzkräfte zu Kleinbränden aus und fünf Mal zu sogenannten Mittelbränden.

Bei den Hilfeleistungen hatten 21 Einsätze Sturm- und Wasserschäden zum Hintergrund, 13 Mal mussten Personen aus Notlagen befreit werden, weil zum Beispiel die Tür nicht geöffnet werden konnte. Außerdem wurden 22 Sicherheitswachen geleistet.

Zwei große Feuerwehr-Themen waren im vergangenen Jahr der Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses der Ortswehr Niedermark sowie die finale Umstellung der Analog-Funkalarmierung auf das Digitale Alarmierungsnetz. Horst Igelbrink: „Die Alarmierung unserer 95 aktiven Feuerwehrmitglieder funktioniert für uns in Hagen mittlerweile sicher.“

Zwei neue Fahrzeuge

Nach seinen Ausführungen hat es aber mit der neuen Technik landkreisweit Fehl- und Phantom-Alarmierungen gegeben. Dieses Problem stelle sich für Hagen aber nicht so gravierend dar wie in anderen Landkreis-Kommunen. Igelbrink: „Dennoch haben auch wir in unseren Digitalmeldern eine sogenannte Rückmeldefunktion vorgesehen, die leider bis heute noch nicht zufriedenstellend funktioniert. Wir stehen hier zusammen mit anderen Kommunen über den Landkreis mit dem Hersteller beziehungsweise Lieferanten in Kontakt.“

In diesem Jahr bekommt die Feuerwehr Hagen Ersatz für die beiden Tanklöschfahrzeuge, für die Haushaltsmittel in Höhe von 680000 Euro zur Verfügung stehen. Der Übergabetermin der beiden Fahrzeuge an die Ortsfeuerwehren ist für den Spätherbst geplant.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN