„Krüüzfohrt im Schwienestall“ Theatergruppe MGV Sudenfeld probt neuen Schwank

Von Horst Troiza

Bester Laune sind die Darsteller der plattdeutschen Theatergruppe des MGV Sudenfeld bei der Probe zu ihrem Schwank „Krüüzfohrt in Schwienestall“, der am 24. Februar Premiere feiert. Foto: Horst TroizaBester Laune sind die Darsteller der plattdeutschen Theatergruppe des MGV Sudenfeld bei der Probe zu ihrem Schwank „Krüüzfohrt in Schwienestall“, der am 24. Februar Premiere feiert. Foto: Horst Troiza

Hagen Was geschieht, wenn ein bodenständiger Bauer bei der Tombola eine Kreuzfahrt gewinnt? Antwort: Jede Menge Kuddelmuddel. Und jede Menge Spaß, wenn sich die Theatergruppe des MGV Sudenfeld des Themas annimmt. Am Samstag, 24. Februar feiert das plattdeutsche Lustspiel „Krüüzfohrt in Schwienestall“ im Restaurant Platzhirsch Premiere. Bis dahin wird noch fleißig geprobt.

Kaum einer der zehn Laienschauspieler hat noch ein Rollenbuch in der Hand. Der Text sitzt inzwischen, schließlich laufen die Proben für das neue Stück der Theatergruppe schon seit November. Im Moment haben höchstens noch Spielleiterin Maria Herkenhoff und Souffleuse Elke Sandkämper regelmäßig ein Textblatt in der Hand, um dem einen oder anderem auf der Bühne mal die richtige Aussprache eines plattdeutschen Ausdrucks auseinandersetzen. „Das hält sich aber in Grenzen. Es haben alle fleißig geübt, außerdem liegt ihnen die Sprache am Herzen und sie geben sich immer die größte Mühe“, zeigt sich Herkenhoff zufrieden. Die Gellenbeckerin zählt 82 Jahre, ist seit 65 Jahren mit der Theatergruppe verbandelt, das Plattdeutsche ist sozusagen ihre Muttersprache.

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Komplott geschmiedet

Auf der Bühne geht es gerade zur Sache. Jan (Hendrik Kiffmeyer) und Anna (Julia Schönebeck) schmieden ein Komplott. Annas Vater Jupp (Benno Markmeyer) ist eine Nervensäge und dazu stinkfaul. Davon, dass sich die beiden jungen Leute ineinander verliebt haben, will er nichts wissen. Aber vielleicht bekommen sie ja doch noch die Gelegenheit miteinander zu turteln. Das kann nämlich so gehen: Sie jubeln Jupp das Siegerlos der Tombola unter, das Anna beim Schützenfest gewonnen hat, und der Stinkstiefel muss an ihrer Stelle an der Kreuzfahrt teilnehmen.

Wie die Sache ausgeht, soll hier nicht verraten werden. Aber so viel sei schon einmal gesagt: So glatt, wie sich die Verliebten das vorgestellt haben, geht der Plan nicht auf. Schließlich ist der aus der Feder des Mundartdichters Carsten Lögering stammende Stoff ein plattdeutscher Schwank und da soll es bekanntlich ordentlich krachen. Ebenfalls sind ja die Theaterspieler des MGV bekannt dafür, eher Komödien als Tragödien auf die Bühne zu bringen.

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Köstliche Unterhaltung

Neben den bereits erwähnten Darstellern, gehören zu dem zehnköpfigen Ensemble außerdem Karin Hülsmann, Mechtild Plogmann, Heinz Hehmann, Melinda Glasmeyer, Hartmut Vorwald, Marion Glasmeyer und Manuel Dierker. Gemeinsam garantieren sie drei Stunden köstlicher Unterhaltung.

Die Premiere findet am Samstag, 24. Februar, 19 Uhr statt. Weitere Termine sind am 25. Februar und am 3., 4., 10., 11. und 25. März sowie am 7. und 8. April. Die Samstagstermine beginnen immer um 19 Uhr, die sonntags um 17 Uhr. Zur Premiere am 24. Februar und zum Termin am 7. April haben sich die Herren des MGV zu einem Ständchen angemeldet.

Karten für die Aufführung sind samstags von 17 bis 20 Uhr und sonntags von 9.30 bis 11.30 Uhr im Gustav-Görsmann-Haus erhältlich. Vorverkauf 8 Euro, Abendkasse 9 Euro. Reservierungen sind unter Telefonnummer 05405/7870 möglich.

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