Moderne Zeiten im Kirchenkreis Kirchenvorstandswahl 2018: Selfmailer statt Benachrichtigungskarten


Hagen. Derzeit werden die Wahlbenachrichtigungen für die Kirchenvorstandswahl am 11. März durch die Ev.-luth. Kirchengemeinden verschickt. Ungewohnt dabei: Die Benachrichtigungen wurden optisch überarbeitet. Darauf weist Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren hin.

Jung, modern und emotional – mit einem sogenannten „Selfmailer“ wirbt die neue Wahlbenachrichtigung der Landeskirche Hannovers für die Kirchenvorstandswahl 2018 und ersetzt damit die bisher üblichen Wahlbenachrichtigungskarten. „Selfmailer“? Das ist eine besondere Form der Postsendung, die meist als Werbeträger benutzt wird. Durch den Verschluss mit Klappe oder Etiketten kann der Selfmailer ohne Briefhülle versendet werden. Eine Personalisierung erfolgt - wenn diese vorgesehen ist - direkt im Druck oder bei der Verarbeitung.

„Jung, freundlich und modern“

Die neue Form soll auch für eine höher Beteiligung an der Wahl werben: „Unsere Gottesdienste und unser Kirchencafé sind zum Treffpunkt für viele Menschen geworden. Ich möchte, dass diese Gemeinschaft noch weiter wächst. Deswegen kandidiere ich wieder.“ Mit Zitaten wie diesen und Fotos von aktiven Kirchenvorständen und Kandidaten aus Niedersachsen erinnert die Landeskirche Hannovers Gemeindeglieder dieses Jahr an die Wahl der Leitungsgremien 2018. Als „Jung, freundlich und modern“ sieht die Landeskirche den Selfmailer, der zusammen mit einer hannoverschen Werbeagentur entwickelt wurde und die bisherigen schlicht gehaltenen Wahlbenachrichtigungskarten in der Landeskirche ablöst. Mit einer extra Grafik sollen außerdem gezielt Jugendliche angesprochen werden, die 2018 bereits ab vierzehn Jahren erstmals den Kirchenvorstand mit wählen können.

Emotionale Ebene

„Die Arbeit im Kirchenvorstand ist geprägt von Leidenschaft“, sagt Joachim Lau, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und Steuerungsgruppe, die die KV-Wahl vorbereitet, „Es gibt so viele Menschen, die Großartiges in den Gemeinden leisten. Sie machen das ehrenamtlich, aus reiner Überzeugung und mit vollem Einsatz. Dieses Gefühl wollten wir gerne auch in allen Medien vermitteln, die wir für die Wahl 2018 vorbereitet haben.“ Der Selfmailer sei eine tolle Chance, die Gemeindemitglieder auch auf einer sehr emotionalen Ebene für die Arbeit und Ziele des Kirchenvorstands zu sensibilisieren und diese auch mit der eigenen Stimme bei der Wahl zu unterstützen, so Lau.

Größere Akzeptanz

Die Gestaltung des Selfmailers wurde unabhängig getestet. Das Ergebnis: Bei Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren stößt der Selfmailer auf größere Akzeptanz als Wahlbenachrichtigungen früherer Wahlen. Bei den Jüngeren ist der Unterschied mehr als deutlich.