Deutlich unter den Grenzwerten Kein Schadstoffproblem an der Osnabrücker Straße in Hagen

Von Wolfgang Elbers

Der Bereich Natruper Straße zwischen Rathaus und Anna-Stift gehört zu den Stellen mit der höchsten Verkehrsbelastung in der Gemeinde. Foto: Archiv/WestdörpDer Bereich Natruper Straße zwischen Rathaus und Anna-Stift gehört zu den Stellen mit der höchsten Verkehrsbelastung in der Gemeinde. Foto: Archiv/Westdörp

Hagen. Nach Berechnungen des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim, das in Niedersachsen für die Untersuchungen der Luftschadstoffkonzentrationen zuständig ist, liegt die Belastung im Hagener Zentrum weit unterhalb der Grenzwerte. Erst wenn das lokale Verkehrsaufkommen beim Dreifachen der derzeitigen 7000 bis 7500 Fahrzeuge pro Tag liegt, gibt es danach ein Problem.

Die Frage, wie hoch die Schadstoff- und Lärmbelastung an der Osnabrücker Straße und der Natruper Straße im Hagener Zentrum liegt, haben die Hagener Grünen vor rund einem Jahr in einem Antrag gestellt. Jetzt gibt es zwar keine Ergebnisse aufgrund von Messungen, deren Durchführung bei Feinstaub rund 20000 Euro sowie hinsichtlich Stickoxid um die 6500 Euro jährlich kosten würden, aber Berechnungen zur derzeitigen Belastungssituation.

„Unterhalb der relevanten Grenzwerte“

Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim, wo eine Abteilung landesweit für Luftreinhaltung, Lärm und Gefahrstoffe zuständig ist, hat aufgrund der von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Verkehrsdaten, jetzt Modellwerte errechnet. Die Zahlen sind inzwischen im Hagener Rathaus eingegangen.

Danach liegen die Schadstoffkonzentrationen „unterhalb der relevanten Grenzwerte“. Diese würden nach Angaben der Fachabteilung des Hildesheimer Gewerbeaufsichtsamtes im Hinblick auf die Stickoxid-Belastung erst bei durchschnittlich 21000 Fahrzeugen pro Tag erreicht. Dagegen würde der Grenzwert beim Feinstaub selbst bei einem solchen Verkehrsaufkommen nicht im kritischen Bereich liegen. Das Berechnungsmodell wird dabei als konservativ eingestuft.

Etwas anders könnte sich die Lärm-Situation im Ortszentrum darstellen. Hier unterstützt das Büro Pröpper die Gemeinde bei der Lärmaktionsplanung, die allerdings grundsätzlich auf gerechneten Belastungswerten basiert. Eigentlich hätte das Land hier die Fortschreibung schon im vergangenen Jahr vorlegen müssen. Neben den bisher betrachteten Autobahnverbindungen und Bundes- und Landstraßen sowie Haupt-Schienenstrecken werden diesmal weitere hochbelastete Strecken einbezogen.

Gemeinde prüft eigene Schadstoffmessungen

Hier hat es aber wohl unter anderem durch die vorgezogenen Landtagswahlen im vergangenen Herbst Verzögerungen gegeben. Es wird aber damit gerechnet, dass die Daten jetzt kurzfristig vorliegen. Dann wird das Büro Pröpper das Zahlenmaterial zu einem lokalen Gesamtüberblick zusammenstellen und zeitnah im zuständigen Fachausschuss vorstellen.

Die Gemeinde prüft derzeit, wie im Ortszentrum kostengünstig Schadstoffmessungen über einen begrenzten Zeitraum durchgeführt werden können, um neben den jetzt vorliegenden gerechneten Zahlen auch über reale Belastungswerte zu verfügen.