Frühstück und Jahreshauptversammlung Neuer Name für die Landfrauen in Hasbergen und Hagen

Von Claudia Sarrazin


Hagen/Hasbergen. Die Landfrauen aus Hagen und Hasbergen haben sich auf ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwoch offiziell den Namen „Landfrauen Hasbergen/Hagen“ gegeben.

Bereits zum vierten Mal trafen sich die Landfrauen am Jahresanfang zum Frühstück mit Hauptversammlung bei Beckmanns in Hagen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung war eindeutig: Das Frühstück mit der Gelegenheit zum Plaudern. Nachdem sich die rund 80 Landfrauen gestärkt und Neuigkeiten ausgetauscht hatten, startete der erheblich kürzere, offizielle Teil.

Rückblick auf das Jubiläumsjahr

Zunächst lieferte die erste Vorsitzende Annemarie Große Börding einen Jahresrückblick auf 2017 und das 50-jährige Jubiläum des Landfrauenvereins. Spontanen Applaus erhielt Große Börding, als sie erklärte: „In den vergangenen Jahren hatten wir durchschnittlich rund 130 Mitglieder, und in 2017 konnten wir 14 Neuzugänge begrüßen.“ Die Mitglieder seien zudem mindestens 40 Jahre alt, wobei aktuell 74 Landfrauen zwischen 40 und 70 Jahre alt seien und 56 über 70 Jahre alt. Es folgte eine kurze Aufzählung der Programmhöhepunkte des vergangenen Jahres mit passender Bildershow, die von den Landfrauen lebhaft kommentiert wurde. Die Jahreshauptversammlung mit einem Auftritt der eigenen Tanzgruppe und Ehrungen „war ja auch gut“, fand eine Landfrau. Eine andere kommentierte die Fotos von den fertigen Produkten beim Weidenflechten mit: „Das ist ja doll.“ Und eine Dritte hatte die Osnabrücker Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus „super“ gefunden. Große Börding selbst hatte den Besuch der Hengstparade in Warendorf als „sehr schön“ in Erinnerung, während der Besuch eines Ina-Müller-Konzertes für die Landfrauen eher ein ungewöhnlicher Programmpunkt gewesen sei.

Kassenbericht sieht gut aus

Der Kassenbericht spiegelte die gute Stimmung der Landfrauen wieder: „Wir schließen im Saldo mit einem Plus von 850 Euro im Vergleich zum Vorjahr“, erklärte die dafür zuständige Elisabeth Meyer zu Natrup. Einen Anteil hatte die Kabarettveranstaltung „Die tut nix“ 2017 in der Alten Kirche in Hagen, für die die Landfrauen statt der erhofften 250 Karten 400 Karten verkaufen konnten. Aufgrund der guten Kassenlage entschieden sich die Landfrauen einstimmig 500 Euro dem Hospizverein Hagen zu spenden.

Neuer, alter Name

Als nächstes stand der Name des Landfrauenvereins auf dem Programm. Gegründet wurde ihr Verein in Hasbergen, doch auch viele Hagenerinnen und einige Osnabrückerinnen sind Mitglieder. Da die Landfrauen hauptsächlich aus Hasbergen und Hagen kommen und in beiden Gemeinden aktiv sind, schlug der Vorstand eine Namensnennung vor. Mit vier Enthaltungen und somit einer großen Mehrheit stimmten die anwesenden Landfrauen für die Umbenennung in „Landfrauen Hasbergen/Hagen“. Wobei sie nach kurzem Austausch viel Wert auf den „Schrägstrich“ zwischen den beiden Ortsnamen legten: „Mit Gedankenstrich wirkt Hagen sonst wie ein Anhängsel.“ Außerdem berichteten zwei ältere Mitglieder, dass der Verein früher schon mal beide Ortsnamen beziehungsweise ein „Hasbergen und Umgebung“ im Namen getragen hätte.

Landfrauen sind nicht unbedingt Bäuerinnen

Eines betonten die Landfrauen im Gespräch noch einmal „Eine Landfrau muss keine Landwirtin sein“. „Mir hat man beim Eintritt erklärt: Ein bisschen Erde im Blumentopf und drei Morgen Wind hinter dem Haus reichen aus“, erklärte Erika Fraumann augenzwinkernd, während Gründungsmitglied Magret Walter berichtete: „Am Anfang waren wir Frauen, die vom Bauernhof kamen.“ Heute sei die Voraussetzung, dass die Frauen auf dem Land lebten. Auch die Themen hätten sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt: „Früher wurden neue Elektroherde oder Kühlschränke vorgestellt, und es gab viel Gesundheitsthemen“, so Walter. Jetzt seien Gartenthemen besonders beliebt, wussten die Frauen. Und Maria Dillmann berichtete: „Ich fühle mich bei den Landfrauen ausgesprochen wohl, man kommt so direkt rein. Das ist einfach schön.“ Dem konnte Christa Börger nur zustimmen. Sie ist seit dem 1. Januar Mitglied der Landfrauen Hasbergen/Hagen. Die Wittwe mag an dem Verein: „Ich kann jeden ansprechen, alle sind freundlich, man wird sehr nett aufgenommen und lernt neue Menschen kennen. Wir haben viel Spaß.“