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Sanierung nicht in Sicht Radweg an L94 in Glandorf – Politik schaltet sich ein

Von PM. | 21.03.2017, 07:30 Uhr

An sich ist der Radweg an der Landesstraße 94 eine gute Sache für Radler und Fußgänger. Doch der rund 25 Jahre alte Weg ist in einem schlechten Zustand. Die Verkehrswacht Glandorf ärgert sich, dass der Weg nicht saniert wird. Nun hat sich die Politik eingeschaltet.

Mittlerweile hat sich auch die Politik eingeschaltet. Die Hasberger Landtagsabgeordnete Kathrin Wahlmann (SPD) unterstützt die Forderungen nach einer Sanierung des Radwegs an der Verbindungsstraße zwischen Glandorf und Bad Laer.

Bei einem Ortstermin konnte sie sich einen persönlichen Eindruck von den Schäden am Radweg verschaffen. „Die Schäden sind an einigen Stellen tatsächlich gravierend und gefährlich. Gerade im Dunkeln sind die Abbrüche und Risse in den Betonplatten leicht zu übersehen. Hier muss dringend etwas geschehen – und zwar, bevor der erste Unfall passiert“, so Wahlmann. Sie hatte sich bereits vor einigen Wochen beim Land Niedersachsen nach den Chancen auf eine Radwegsanierung erkundigt.

Reaktionen zurückhaltend

Die Reaktion aus dem zuständigen Wirtschaftsministerium und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) sind bislang jedoch zurückhaltend. Laut NLStBV ist die Verkehrssicherheit nicht akut gefährdet. Dem Verkehrswachtvorsitzenden Reinhold Hothnaier genügt dies nicht. Er fordert das Land auf, die Schadstellen am Radweg unverzüglich zu beheben. „Die Abbrüche führen zu scharfen Kanten mit teilweise sieben oder acht Zentimeter Höhenunterschied. Hier sind Stürze für Radfahrer und Fußgänger vorprogrammiert“, so Hothnaier.

Sanierung gefordert

Auch der Glandorfer CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bäumer setzt sich für eine Sanierung des Weges ein. „Das Verkehrsministerium in Hannover muss sich deutlich mehr für unseren Radweg einsetzen“, sagt er. Bäumer hatte Minister Olaf Lies um Unterstützung für die Sanierung des Radweges gebeten. Der Radweg an der L 94 sei aber nicht in der ersten Priorität. Es gebe Wege in einem deutlich schlechteren Zustand, so Lies. Damit ist Bäumer nicht zufrieden. „Erst in der vergangenen Woche haben mir Mitglieder der Glandorfer Verkehrswacht geschildert, dass der Zustand des Radweges inzwischen noch schlechter geworden ist. Das könnte auch damit zu tun haben, dass eine von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beauftragtes Privatunternehmen den Radweg bei Gehölzarbeiten mit schwerem Gerät befahren und damit beschädigt hat.“

Armutszeugnis

Bäumer appelliere deshalb eindringlich an die Verantwortlichen in der Landesbehörde und im Ministerium, den Radweg in das Jahresbauprogramm 2017 aufzunehmen. Das Jahresbauprogramm soll nach Auskunft aus dem Wirtschaftsministerium Anfang April 2017 vorgelegt werden. „Ich vertraue darauf, dass die Vernunft sich am Ende durchsetzen wird. Einen kaputten Radweg mit Blick auf das wichtige Thema umweltfreundliche Mobilität und die Verkehrssicherheit von Schülern ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl nicht zu sanieren, wäre für SPD und Grüne im Landtag ein Armutszeugnis“, so der Glandorfer Politiker.