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Land: Sicherer Zustand Verkehrswacht Glandorf: Radweg an L94 kaputt und gefährlich

Von Dr. Stefanie Adomeit | 02.01.2017, 16:18 Uhr

Seit 25 Jahren gibt es den Radweg entlang der Landesstraße 94 zwischen Glandorf und Bad Laer. An sich eine gute Sache für Radler und Fußgänger, die zwischen den Gemeinden pendeln. Nicht gut sei der Zustand des Wegs, ärgert sich die Verkehrswacht Glandorf.

Ortstermin bei klirrender Kälte: Der Radweg aus einzelnen Betonplatten zieht sich von der Kreuzung der Bundesstraße 51 mit der Laerschen Straße in Richtung Schierloh. Die Platten sind an vielen Stellen gebrochen, Kanten von drei bis vier Zentimetern nicht selten. Wurzeln haben Betonteile oder ganze Platten hochgedrückt.

Hochgefährlich sieht das nicht aus, aber wer hier im Dunkeln zu Fuß oder auf dem Zweirad unterwegs ist, kann leicht ins Straucheln geraten. „Diese Abbrüche gibt es seit zwei bis drei Jahren“, erzählt der Vorsitzende der Verkehrswacht Reinhold Hothnaier.

Politik will nicht

Er will gemeinsam mit Markus Strotmeier, Oliver Alterbaum und Wissing für eine Sanierung kämpfen, „aber die Notwendigkeit wird von der Politik nicht eingesehen“. Der Radweg wurde Anfang der 90er Jahre gebaut. Die direkt daneben platzierten Bäume sorgen zwar für ein angenehmes Klima, schieben aber mit ihren starken Wurzeln die Betonelemente in die Höhe. Andere Platten wiederum sacken ab.

Noch sei nichts Schlimmes passiert, zum Glück. „Aber der Weg ist insgesamt in einem schlechten Zustand“, urteilt die Glandorfer Verkehrswacht. Das sieht Cord Lüesse ganz anders. Der Leiter der Osnabrücker Niederlassung des Landesstraßenbauamts findet: „Beton-Radwege haben nun mal Fugen. Der Radweg wird jedoch von der Straßenmeisterei Bad Iburg ständig in einem verkehrssicheren Zustand erhalten.“

Nicht jede Unebenheit

Wenn dort Schäden aufträten, würden diese natürlich saniert. „Das passiert regelmäßig.“ Allerdings gelte das nicht für jede kleinste Unebenheit, betont Cord Lüesse. Davon dürfe man nicht ausgehen.

Im vergangenen Jahr habe es an einer Stelle durch die starke Sommerhitze einen Blow-up gegeben, bei dem die Plattenkanten hochgedrückt worden seien. Diese Schäden seien selbstverständlich beseitigt worden. Anforderung an einen Radweg sei, möglichst eben zu sein. Mit kleineren Fugen oder Versetzungen müsse man aber rechnen. Dass diese den Fahrkomfort beeinträchtigten, sei klar.

Auf jeden Fall sicher

Ebenso, dass für den 25 Jahre alten Radweg irgendwann eine grundlegende Sanierung anstehe. Wann das sein wird, weiß er nicht. „Wir kennen den Haushalt für dieses Jahr noch nicht. Dafür ist es noch zu früh.“

Im Auge aber habe man den Radweg. Er werde regelmäßig kontrolliert. „Und verkehrsgefährdende Schäden werden beseitigt.“ Deshalb sei der Weg auf keinen Fall verkehrsunsicher. Eine Einschätzung, die Reinhold Hothnaier und seine Mitstreiter der Verkehrswacht bezweifeln.