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Kripplein Christi feierte Geburtstag Kirchweih in Glandorf mit Vernissage und Kaffeetafel

Von Petra Pieper | 20.12.2015, 14:20 Uhr

Mit einem Kaffeetafel-Gottesdienst feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Glandorf am Samstag vor dem vierten Advent den 63. Geburtstag ihrer Kripplein Christi Kirche. Dabei gab es sogar Geschenke.

Eine kleine Bilderausstellung von Beate Bardenheuer, Leiterin der Malschule Glandorf, wurde eröffnet und eine neue Medienanlage mit Leinwand und Beamer für künftige Filmgottesdienste in Betrieb genommen.

Bevor sich rund 70 Gemeindemitglieder und Gäste an einem reich gedeckten Tortenbüfett erfreuten, wurde gesungen und gebetet. Pastor Stephan Jannasch zeigte in einer kurzen Predigt Verbindungen zwischen den farbenprächtigen Acrylbildern von Bardenheuer, die Natur und Vögel thematisieren, und dem Kirchenbau auf. Vögel gelten zumeist als Symbole der Freiheit: „Sie säen nicht, sie ernten nicht, und unser himmlischer Vater nähret sie doch“, heißt es laut Jannasch in der Bibel. Der Heilige Geist werde in Person einer Taube dargestellt und auch als Kosewort sei die Taube beliebt. Mit ihrem Gesang könnten die gefiederten Wesen als Mittler zwischen den erdverhafteten Menschen und den himmlischen Gefilden betrachtet werden.

Auf jeden Fall passten die gemalten Vögel gut in die Kirche, die aus gewachsenem Holz, aus Bäumen hergestellt und übrigens schon seit einem Jahrhundert „durchbetet“ worden sei. Denn bevor das Kripplein Christi 1952 nach Glandorf kam, stand es bereits mehrere Jahrzehnte in einem Dorf bei Bünde. Die Kirche sei eine Mischung aus Natur und Geist, sagte Jannasch, im Schutze des Holzes wie in einem Baum geborgen, suchten die Gläubigen hier Segen und Kraft zu erfahren. In Abwandlung eines Werbespruchs könne man sagen: „Der Heilige Geist verleiht Flügel“. Es sei zu wünschen, dass sich die Gemeinde „gegenseitig das Fliegen beibringt“.