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Internationale Weihnachtsfreude Musikverein begeisterte in Glandorfer Kirche

Von Petra Ropers | 28.12.2015, 13:23 Uhr

Mit beschwingter Weihnachtsfreude klangen in Glandorf die Festtage aus: In der bis hinauf zur Empore besetzten St. Johannis-Kirche begeisterte der Musikverein Füchtorf mit einer abwechslungsreichen Reise durch Länder und Jahrhunderte.

Vor drei Jahren fand der Musikverein erstmals zu einem Weihnachtskonzert den Weg über die Landesgrenze. Nun lockte kontrastreicher Bläserklang erneut zahlreiche Musikfreunde in die mit Kerzen und roten Strahlern stimmungsvoll erleuchtete Kirche. Zwischen Weihnachtsbaum und Krippe boten ihnen die Bläser unter der Leitung von Susanne Finnemeyer ein buntes Potpourri internationaler Melodien.

Auch Nachwuchs ist dabei

Der Festmarsch „Tochter Zion“ eröffnete mit strahlendem Glanz das Konzert, für das mit dem Musikverein auch der Bläsernachwuchs aus dem Vororchester zu den Instrumenten griff. Paukenschläge und Trommelwirbel läuteten das alte Weihnachtslied „Adeste fidelis“ ein, das der Musikverein mit wirkungsvollen Crescendi in Szene setzte. Doch es waren vor allem moderne Melodien aus aller Welt, die mit viel Schwung die Weihnachtsfreude in die Kirche brachten. (Weiterlesen: So war das Weihnachtskonzert in Bad Rothenfelde) 

Publikum angesteckt

Von Spanien bis in die USA führte die musikalische Reise der Bläser, die den weihnachtlichen Gruß „Feliz Navidad“ ebenso spritzig in Szene setzten wie die unverzichtbaren „Jingle Bells“. Und weil Weihnachten ein Fest der Freude ist, darf auch einmal kräftig mitgeklatscht werden. Von der schwungvollen Einladung „Rockin‘ around the Christmas tree“ ließen sich die Konzertbesucher jedenfalls gerne anstecken.

Wahrer Zauber des Festes

Allzu oft jedoch erstickt vor den Festtagen die Vorfreude auf Weihnachten in Stress und Hektik. Mit der Geschichte vom „Weihnachtslicht“ erinnerte deshalb Melina Kreimer an den wahren Zauber des Festes. Musikalisch ließ als junger Gesangssolist Sasko Baune zu verhaltener Bläserbegleitung mit „Meine kleine Kerze“ das Licht der Weihnacht aufleuchten. (Weiterlesen: Auch beim Pottbäcker in Hasbergen wurde zu Weihnachten musiziert) 

Weiter musikalischer Bogen

Mit Ludwig van Beethovens berühmtem Satz „Die Himmel rühmen“ setzte der Musikverein in weichem Piano und festlich auftrumpfendem Forte einen klassischen Akzent. Doch die Freude am Fest hat viele Klangfarben. Von Louis Armstrongs „What a wonderful world“ mit einem Trompetensolo von Dirigentin Susanne Finnemeyer bis zum „Sister Act“-Hit „I will follow Him“ spannte sich deshalb der musikalisch Bogen.

Anhaltender Beifall

Einen ausdrucksstarken Höhepunkt präsentierten die Bläser mit „Highland Cathedral“. In zunehmender Klangfülle und Intensität erfüllte die heimliche schottische Nationalhymne die St. Johannis-Kirche, bevor die bewegenden Klänge von „Stille Nacht, heilige Nacht“ zurück in heimatliche Gefilde führten. Die Musikfreunde dankten mit anhaltendem Beifall für ein heiteres und abwechslungsreiches Konzertvergnügen.