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Frischwasserpreis konstant Glandorfer Rat erhöht Abwassergebühren

Von Horst Troiza | 11.12.2015, 15:24 Uhr

Während der letzten Ratssitzung in diesem Jahr ist die neue Kalkulation für die Wassergebühren einstimmig verabschiedet worden. Demnach bleibt der Preis für Frischwasser gleich, der für Schmutzwasser steigt um 8 Cent und der für Niederschlagswasser um 28 Cent. Mit der Änderung des Bebauungsplans „Heidestraße“ kommt die Gemeinde dem Wunsch einer Spedition nach, die ihren noch im Ortskern befindlichen Restbetrieb nun ganz an den Ortsrand verlagern will.

 Der Bebauungsplan für das Gebiet ist bereits etliche Jahre alt. Ursprünglich war vorgesehen, dort die Grundstücke kleinteiliger zu parzellieren und eine Stichstraße zur Erschließung der Grundstücke anzulegen. Seit einer Weile hat ein örtliches Speditionsunternehmen Teile seiner Betriebsflächen an dieser Stelle und möchte diese vergrößern. Das bedeutet, dass die bisher im Bebauungsplan enthaltene Stichstraße gestrichen werden kann. Mehr aus Glandorf im Netz unter http://www.noz.de/suche/?q=Glandorf 

Lärmimmissionen

Zusätzlich hat der Rat entschieden, die Vorgaben für die Bebauung zu ändern. Der alte Plan ließ Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal, für Betriebsinhaber und Betriebsleiter zu, die dem Gewerbebetrieb zugeordnet sind. Das wird nun ausgeschlossen. „Das geschieht aus Gründen der Lärmimmissionen des Betriebes, die zu Konflikten mit Bewohnern führen können“, erklärte der Ratsvorsitzende Josef Wulfert (CDU).

Flächen bereit

Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann war zufrieden mit der Entscheidung. „Dort finden die Spedition sowie ein weiterer Betrieb, der sich dort ansiedeln will, nun gute Bedingungen für ihre Tätigkeiten vor“. Da Glandorf im Außenbereich von großflächigen landwirtschaftlichen Betrieben umschlossen ist sei es notwendig innerhalb dieses Rings Gewerbeflächen bereitzustellen.

Wassergebühren

Beim Frischwasser bleibt in Glandorf alles beim Alten. Der Bürger muss für den Kubikmeter Wasser weiterhin 1,08 Euro bezahlen. Eine Änderung hat sich dagegen bei den Kosten für Schmutz- und Niederschlagswasser ergeben. Der Grund dafür ist ein Anstieg bei den laufenden Kosten für Reparaturmaßnahmen am Leitungsnetz. Deshalb wird die Gebühr für Schmutzwasser von bisher 2,48 Euro pro Kubikmeter auf 2,56 Euro angehoben.

Regenwasser

Der Preis für das Niederschlagswasser wird von 17,04 Euro je angefangener 100 Quadratmeter auf 17,32 Euro angehoben.Nach Rechnung des Kämmerers ergibt sich durch die Erhöhung für den Durchschnittshaushalt im Jahr eine Mehrbelastung von etwa 13 Euro. Ralf Wiebusch (UWG), Vorsitzender des Fachausschusses, kommentierte das Ergebnis mit den Worten, „es habe an den Zahlen nichts zu kritisieren“ gegeben, die Preise blieben „relativ stabil“. Reinhard Lefken (CDU) sprach von „normalem Inflationsausgleich“.