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Entspannter Marktbummel Glandorfer Ortskern in rot-weiß-blauen Farben

Von Petra Ropers | 12.09.2016, 17:43 Uhr

Rot-weiß-blaue Farben bestimmten am Sonntag das Bild im Glandorfer Ortskern. Zum zweiten Mal lud ein großer Holland-Markt mit seinem landestypischen Warenangebot zum Bummeln, Klönen, Verkosten und Kaufen ein.

„Die Atmosphäre ist gut, das Wetter passt, und die Leute sind zufrieden.“ Merklich gut gelaunt schlenderte Ideengeber Michael Biedendieck über den Markt, der allerhand Leckeres und Nützliches aus dem Nachbarland bereithielt. Als Organisator und Chef des Marktes sorgte Henk ter Hennepe dabei für ein breites Angebot. Denn auf dem Holland-Markt, der im vergangenen Jahr seine Glandorfer Premiere feierte, ist jede Branche mit nur einem Stand vertreten.

Glandorfer Küchen blieben kalt

Seinen eigenen Stand mit holländischen Süß- und Backwaren baute ter Hennepe gerne wieder am Thie auf: „Es ist schön und gemütlich hier. Und das Frühstück war super“, lobte er die Glandorfer Gastfreundschaft, die den weit gereisten Marktbeschickern nach ihrer Ankunft um 7.30 Uhr zunächst eine kleine Stärkung bot. Bei den Glandorfern und den vielen Besuchern von außerhalb konnte am Markttag ohnehin die Küche kalt bleiben. Mehr aus Glandorf im Netz 

Denn die Händler aus dem Nachbarland verwöhnten mit Spezialitäten von „Braadworst“ und „Frikandel“ über „gebakken vis“ bis zu den für die süßen Genießer unverzichtbaren Poffertjes. Nur bis zum 5. Dezember sind in den Niederlanden die marzipangefüllten Spekulatius erhältlich, die keineswegs nur zur Adventszeit schmecken. Bei den deutschen Kunden beliebt sind nach der Erfahrung von Rob ter Hennepe auch die original holländischen Rosinenbrötchen: „Da sind mehr Rosinen drin. Darum lieben die Deutschen unsere Rosinenbrötchen.“

Holländische Wurst macht schlank

Wer sein Frühstück eher herzhaft mag, der war schräg gegenüber bei Karlie Keupink an der richtigen Adresse: „Wurst macht schön und schlank“, versprach der Händler grinsend, der seine luftgetrocknete Bauernmettwurst auch gleich als Geschenk im typisch holländischen Holzschuh anbot. Kopfkissen, Kurzwaren, Käse und Kinderschuhe: Wer suchte, der fand auf der Marktmeile, die sich fähnchengeschmückt über die Osnabrücker und die Münsterstraße zog.

Die Besucher flanierten ganz entspannt von Stand zu Stand und nutzten zwischendurch die Gelegenheit, Bekannte zu treffen und einen kleinen Klönschnack zu halten. Die lockere Atmosphäre ohne jede Supermarkt-Hektik ist eines der Geheimnisse des Holland-Marktes, der seit 25 Jahren durch Deutschland tourt. Zum unverwechselbaren Flair gehörte in Glandorf auch der passende – natürlich holländische – Klang. 

„Bloaskapelle Wied’brie“

Zwischen den Ständen griff deshalb zeitweilig die 14-köpfige „Bloaskapelle Wied’brie“ mit musikalischem Elan zu ihren Instrumenten. Und natürlich bereiteten sich auch die Glandorfer Geschäftsleute auf den Ansturm gut gelaunter Besucher vor: Sie hielten zum Markttag ihre Türen verkaufsoffen.