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Aus dem Münsterland an die Mosel Zwei Glandorfer Treckerfreunde auf großer Fahrt

Von PM. | 06.09.2016, 19:12 Uhr

Fritz Schwanemeyer und Antonius Recker, Mitglieder des Vereins zur Erhaltung historischer Landtechnik Glandorf, reisten jetzt auf einem Hanomag-Trecker, Baujahr 1960, zum größten deutschen Treckertreffen in Kröv an der Mosel.

„Fritz Schwanemeyer, VHLT-Mitglied aus Havixbeck, hatte schon lange den Wunsch, an einem der bekanntesten und zugleich größten deutschen Treckertreffen teilzunehmen“, brichtete jetzt Antonius Recker. Im Zweijahresrhythmus, in diesem Jahr zum 15. Mal, veranstalteten die Oldtimerfreunde Kröv vom 19. bis 21. August ein Treffen, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Grund genug also, den Ritt über eine Wegstrecke von über dreihundert Kilometer ab Havixbeck einmal zu wagen, so Recker: „Unser Treckerfreund Fritz Schwanemeyer verfügt mit einem Hanomag R 450 über einen Schlepper, der nicht nur über die nötige Kraft, sondern auch über die notwendige Fahrgeschwindigkeit verfügt, um das Ziel in einer angemessenen Zeit zu erreichen.“ Außerdem habe der Trecker ein Verdeck und eine durchgehende Sitzbank, die es möglich macht, dass zwei Personen auf dem Trecker Platz nehmen können.

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Start bei Sonnenaufgang

Als Beifahrer hatte sich schon in der Phase der Planung Antonius Recker angemeldet. Frühmorgens bei Sonnenaufgang startete das Team, der Weg führte die Reisenden über Wesel, wo sie den Rhein überquerten in Richtung Mönchengladbach. Vorbei an den Braunkohlekraftwerken von Garzweiler nahmen sie Kurs auf die Eifel. Nach einer kurzen Pause am Nürburgring ging es weiter durch die Hocheifel Richtung Mosel. Mehr aus Glandorf im Netz 

Die ursprüngliche Planung sah eine Zwischenübernachtung vor, dieser Plan wurde jedoch aufgrund des guten Fahrtverlaufs verworfen. „Nach zwölf Stunden Fahrtzeit mit nur einer kurzen Mittagspause erreichten wir unsere Pension im Weinort Kröv. Da wir uns durch die ausgefallene Zwischenübernachtung einen zusätzlichen Aufenthaltstag an der Mosel verschafft hatten, unternahmen wir am Folgetag eine Treckertour durch die Weinberge bei Traben-Trarbach und Bernkastel–Kues.“

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„Bulldogband“

Das eigentliche Treffen begann am Freitag mit einem unterhaltsamen Abend auf dem Festgelände direkt an der Mosel. Zur Unterhaltung spielte die „Donnersberger Bulldogband“. Der Samstag begann mit einem offiziellen Empfang in der Weinbrunnenhalle, zu dem alle Teilnehmer eingeladen waren. Insgesamt waren etwa 800 Treckerfreunde angemeldet. Begrüßt wurden Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich.

Den Teilnehmern und interessierten Besuchern wurde die Möglichkeit geboten, sich die zahlreichen Exponate anzusehen, eine Schiffstour zu unternehmen oder aber mit einem Wasserflugzeug die Region aus der Vogelperspektive zu betrachten. Höhepunkt des Samstags war aus sicht der Traktoristen der Treckerkorso durch das Dorf und die Weinberge.

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Teilemarkt

Am Veranstaltungssonntag lud ein zu einem Bummel über den Teilemarkt, am frühen Nachmittag erfolgte die Segnung der Traktoren. Jeder Teilnehmer erhielt eine Erinnerungskachel und eine große Flasche Wein. Recker: „Mit einem gemütlichen Abendessen in einem der zahlreichen Weinlokale ließen wir das tolle Treffen ausklingen. Gefreut haben wir uns über die zahlreichen Gespräche mit gleichgesinnten Treckerfreunden sowie allgemein über das toll organisierte Treffen.“ In einer Tagestour erreichten die beiden Westfalen am Montagabend wohlbehalten die heimatliche Garage.