Weitere Plätze von Nöten? Neue Krippe im Glandorfer Johanniskindergarten eingeweiht

Von Andrea Pärschke

Einige Kinder testen die neuen Räume der „Schneckenhaus“-Gruppe im Johanniskindergarten. Foto: Jörn MartensEinige Kinder testen die neuen Räume der „Schneckenhaus“-Gruppe im Johanniskindergarten. Foto: Jörn Martens

Glandorf. Die neue Krippe im Johanniskindergarten ist fertig – und die Kinder sind bereits eingezogen. Jetzt wurden die neuen Räumlichkeiten eingeweiht. Dabei deutet sich an: In Zukunft werden wohl weitere Krippenplätze von Nöten sein.

Eins jedenfalls ist sicher: „Das Schneckenhaus ist nicht im Schneckentempo errichtet worden“, sagt Bauingenieur Mathias Ossege augenzwinkernd zu den zahlreich erschienenen Gästen. Neben Glandorfs Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann und Ulrich Müller, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Glandorf-Schwege, waren auch einige Ratsmitglieder und Mitglieder der Kirchengemeinde da. Ende Juli kam es zum ersten Spatenstich – nun ist der helle und freundliche Anbau fertig, der sich nahtlos an die älteren Gebäudeteile anschließt. „Es wurde im Vorfeld viel diskutiert“, erinnert sich die Leiterin des Johanniskindergartens „Wenn ich mir das Ergebnis anschaue, muss ich sagen: Es hat sich gelohnt, die Krippenplätze sind belegt, die Kinder leben sich ein“.

Personalraum für die Erzieherinnen

Zu verdanken ist das vor allem auch Bauingenieur Mathias Ossege, der „alles Mögliche möglich machte“, berichtet Elisabeth Mennemann. Auch die Handwerker haben sich ins Zeug gelegt. Einige Vorarbeiten zu den Plänen lagen seit 2010 in der Schublade von Bauingenieur und Pfarreingemeinschaft. In Rekordzeit arbeitete er seit dem März diesen Jahres die Pläne für den Anbau aus, dessen finanzielle Unterstützung der Rat im Juni endgültig zusicherte. Unter dem Blick seines Sohnes, der die bereits vorhandene erste Kinderkrippe Bärenhöhle der Johanniskrippe besucht, leitet er schließlich auch die Arbeiten. Dann überreicht der Bauingenieur den symbolischen Schlüssel an Pastor Ulrich Müller. „Ich nutze die Gelegenheit, um ein Lob an die Erzieherinnen auszusprechen, die mit Liebe und Herzenwärme die Kinder betreuen und ihnen die Geborgenheit geben, die sie brauchen“. Denn neben den Räumen für die Kleinen haben nun auch die Erzieherinnen den dringend benötigten Personalraum mit angemessener Größe bekommen – das alles im „vorgegebenen Budget“, wie der Bauingenieur berichtet.

Bedarf an weiteren Krippenplätzen

„Die Gesamtkosten der Krippe werden von der Gemeinde und dem Land Niedersachsen getragen“, berichtet schließlich Helmut Schmidt, Vorsitzender des Kindergarten-Ausschusses der St. Johannis Kirche. Insgesamt liegen die Kosten bei 353118, 84 Euro. „Danken möchte ich dem Rat der Gemeinde Glandorf, der den Bedarf an weiteren Kinderkrippenplätzen gesehen hat“. Die katholische Kirchengemeinde beteiligt sich außerdem mit 25000 Euro und das Generalvikariat mit 12000 Euro an den Kosten. Dann wird es noch einmal politische bei der kleinen Einweihungsfeier: Zwölf Kindern muss die Johannis-Kita voraussichtlich eine Absage erteilen. Auch im Christopherus Kindergarten sind laut Kirchen-Rendantin Irmgard Hälker alle Plätze in der U3-Betreuung belegt. „Der Bedarf ist da“, betont auch Josef Hesse, der Vorsitzende des Sozialausschusses ergreift als letzter Redner das Wort: „Wenn die Krippe schon voll ist, dann hat der Rat richtig entschieden und muss über weitere Krippen nachdenken“.

Eingeweiht und gesegnet wird die Krippengruppe schließlich im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes.