Haltung unverändert Lob von Peta geht ins Leere: Glandorfer Schüler angeln weiter

Von Michael Schwager

Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule Glandorf beim Angeln Archivfoto: Johannes WolkenSchüler der Ludwig-Windthorst-Schule Glandorf beim Angeln Archivfoto: Johannes Wolken

Glandorf. Die Tierrechtsorganisation Peta begrüßte jetzt in einer Pressemitteilung die Entscheidung der Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf, keine Angel-AG mehr anzubieten. Dass es derzeit keine Angelgruppe gibt, so ergab eine Rückfrage unserer Zeitung bei der Oberschule, hat lediglich organisatorische Gründe.

Voraussichtlich im kommenden Halbjahr, spätestens jedoch im nächsten Schuljahr werde es wieder eine Angel-AG geben. Dies teilte der für die Arbeitsgruppe zuständige Lehrer Johannes Wolken mit. Wolken wunderte sich, dass die Organisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) überhaupt von Ausfall des Angel Angebots weiß. Denn mit der Schule habe die Organisation vor der Veröffentlichung ihrer Pressemitteilung nicht Kontakt aufgenommen.

Zurückgerudert

Die Tierrechtsorganisation ruderte dann auch nach einem Tag wieder zurück: „Wie uns inzwischen mitgeteilt wurde, steht die Entscheidung der Schule, die Angel-AG zur Zeit nicht stattfinden zu lassen, nicht in Zusammenhang mit dem Schreiben von Peta.“ Die Organisation hatte die Entscheidung der Schule, die sie für grundsätzlich und dauerhaft gehalten hatte, als vorbildlich bezeichnet.

Bereits im Januar hatte Peta die Schule aufgefordert, die Angel-AG durch „ein tier- und kinderfreundliches Angebot zu ersetzen, um die natürliche Empathie der Schüler zu fördern, statt ihnen beizubringen, Tiere zu fangen und zu töten“. Diese Aufforderung war in der Schule damals zurückgewiesen worden mit der Begründung: „Durch das Angeln und die Verwertung selbst gefangener Fische werden die Kinder und Jugendlichen stark sensibilisiert, dass Fische eben nicht aus der Gefriertruhe kommen, sondern Lebewesen sind, für deren Lebensräume auch der Mensch verantwortlich ist und mit denen maß- und verantwortungsvoll umzugehen ist.“ Ein schnell und sachgerecht getöteter Fisch sei eine Alternative zur Massentierhaltung oder Aquakultur. Mehr aus Dissen im Netz

Material-Spenden

An dieser Haltung, so Wolken, habe sich auch nichts geändert. Es gebe nach wie vor ein großes Interesse der Schüler an dem Angel-Angebot. Außerdem verfüge die Schule für dieses Angebot einiges an Angel-Material, das gespendet worden ist.