Mitreißende Musik Benefizkonzert von Sine Nomine In Glandorf erbringt 1900 Euro

Von Petra Ropers


Glandorf. Allzu oft kommt es nicht vor. Doch am Samstag fehlten selbst Pastor Stephan Jannasch einmal die Worte: Über 1900 Euro kamen beim Benefizkonzert für die Partnerschaftsarbeit der Kirchengemeinde mit Südafrika in der Ludwig-Windthorst-Schule zusammen. „Das übertrifft alle Erwartungen“, gestand Jannasch überwältigt.

Als Ehrengäste aus der südafrikanischen Partnergemeinde Enhlanzeni wohnten Pastor Lawrence Jabulani Ngubane und seine Frau Faith dem Konzert bei, mit dem der Glandorfer Chor Sine Nomine klangvoll und mitreißend die Partnerschaftsarbeit unterstützte. Schnell zeigte sich dabei: Die intensive Probenarbeit am teils ungewohnten Repertoire hat sich gelohnt. Denn unter der dynamisch-agilen Leitung von Petra Schulke präsentierte der gemischte Chor ein Programm, das vom ersten Takt an in Hände und Beine ging.

Vom Choral bis zum Klang Afrikas

Im voll besetzten Forum der Schule bewies Sine Nomine einmal mehr seine Vielseitigkeit. Begleitet wurde er dabei von einer fünfköpfigen Band mit Anne Eckelkamp am Klavier, Gerd Eveslage an der Gitarre, Klaus Rosemann am Bass, Lukas Eckelkamp am Schlagzeug und Max Beermann an den Bongos. Gemeinsam schlugen Sänger und Musiker einen weiten Bogen vom Choral Luthers über Pop und Musical bis zum typischen Klang Afrikas.

Eine ganze Reihe von Solisten aus den Reihen des Chores bereicherte das musikalische Bild, das sich – umrahmt vom ansteckenden „Siyhamba“ zum Ein- und Auszug - mal in mitreißender Energie, dann wieder zart und gefühlvoll präsentierte. Einige „Evergreens“ aus dem Chor-Repertoire durften dabei nicht fehlen. Aus nachdenklich-ruhigen Anfängen entwickelten sich deshalb Nenas „99 Luftballons“ zu treibenden Rhythmen, bevor Sine Nomine mit Tim Bendzko dazu ansetzte, einmal mehr die Welt zu retten. Mehr aus Glandorf im Netz

Publikum als Background-Chor

Die spürbare Musikbegeisterung des im besten Sinne gemischten Chores, der Sängerinnen und Sänger zwischen 16 und 60 Jahren vereint, steckt an. Die Konzertbesucher ließen sich deshalb nicht lange bitten, als bemerkenswert versierter Background-Chor in den Hit „The Lion Sleeps Tonight“ einzustimmen. Bewegend gerade in seiner Schlichtheit erklang der vielsprachige Dank „Siyabonga Jesu“. Den beschwingten, heiteren Kontrast bot der Chor mit „Sanna sannanina“.

Ein in ausdrucksstarke Harmonien gekleidetes Zeichen der Verbundenheit und des Respekts setzten Sänger und Band mit „Nkosi sikelel‘ i‘ Afrika“, jenem Gebet, das seit 1994 Teil der Nationalhymne Südafrikas ist. Auch die „heimliche Nationalhymne“ der Lutheraner, „Ein feste Burg ist unser Gott“, fehlte nicht im Programm. Dargeboten wurde sie von einem überwiegend katholischen Chor, der sich einmal mehr als Garant für einen abwechslungsreichen Abend voll ansteckender Musikbegeisterung erwies.

Spenden

„Wunderbare Musik“ urteilte Pastor Ngubane begeistert und sprach damit den vielen Konzertbesuchern aus dem Herzen. Sie öffneten im Verlauf von zweieinhalb ebenso klangvollen wie kurzweiligen Stunden nur zu gerne ihre Geldbörsen für den guten Zweck. Ein aufrichtiges „Siyabonga“ gebührt deshalb ihnen ebenso wie den Sängern, Musikern und allen helfenden Händen.