Sei mobil. Fahr mit Mitfahrbank der Generationenwerkstatt in Glandorf aufgestellt

Gemütliches Probesitzen auf der neuen Mitfahr- und Generationenbank. Ein Schild mit der Aufschrift „Sei mobil. Fahr mit“ gibt Anregung für „Trampen modern“. Foto: Petra PieperGemütliches Probesitzen auf der neuen Mitfahr- und Generationenbank. Ein Schild mit der Aufschrift „Sei mobil. Fahr mit“ gibt Anregung für „Trampen modern“. Foto: Petra Pieper

Glandorf. Nach sieben Wochen präsentierten fünf Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule, Firmensenior Hubert Lietmann und Firmenchef Elmar Lietmann am Kölner Weg das Ergebnis ihrer gemeinsamen Arbeit in der Generationenwerkstatt: eine Mitfahrbank für Leute, die von netten Autofahrern nach Schwege mitgenommen werden möchten.

Die sechssitzige Metallbank soll nach den Vorstellungen der Ideengeber Andreas Kahle, pensionierter Techniklehrer und Seniorberater in der Generationenwerkstatt, und Thomas Pöhler von der Jungen Union multifunktional genutzt werden. Zunächst einmal als Startpunkt für Mitfahrten in den benachbarten Ortsteil, dann aber auch als Kommunikations- und Generationenbank. Damit sich Alt und Jung treffen und miteinander ins Gespräch kommen können, wurde die Bank halbrund konstruiert und mit zwei niedrigeren Plätzen für Kinder auch für verschiedene Altersgruppen konzipiert.

Berufsorientierung

Das andere große Ziel des Projekts war es, junge Leute an das Handwerk heranzuführen und ihnen Orientierungshilfen in der entscheidenden Frage der Berufswahl zu geben. Sozialarbeiterin Maria Narberhaus von der Ludwig-Windthorst-Schule und Renate Beineke, Koordinatorin und Botschafterin der Generationenwerkstatt, dankten den Beteiligten für die Investition von Zeit und Geld. Entstanden sei ein „Gesamtkunstwerk“.

Bei ihrem Ausflug in die Arbeitswelt, zu dem auch ein Besuch in einer Verzinkerei gehörte, hat sich für Jan Lemper und Ole Vennemann ihre anfängliche Neigung zum Metallhandwerk bestätigt, sie wollen sich in Zukunft noch genauer informieren. Henning und Daniel Laumann tendieren in Richtung Landmaschinenbau, Michael Rau mehr in Richtung Kfz-Handwerk. Alle sind für die erhaltenen Einblicke und Impulse dankbar und bedauern es nicht, sieben freie Samstagvormittage für das Projekt eingesetzt zu haben. Im Gegenteil: „Es hat Spaß gemacht.“

Ein großes Geschenk

„Wie an Weihnachten“, fühlte sich auch Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. „Die Bank ist ein großes Geschenk an die Gemeinde“, dankte sie den Schülern, den Firmen Lietmann und Dälken sowie den Organisatoren im Hintergrund. Am zentralen Punkt zwischen Denkmal und „Shopping-Mall“ von Glandorf – gemeint war die Münsterstraße – werte die Mitfahrbank die Umgebung auf und verbessere die Aufenthaltsqualität. Mehr aus Glandorf im Netz

Wer nach Schwege mitgenommen werden möchte, könne ankommenden Autofahrern ein kleines Kärtchen entgegenhalten, das bei der Gemeinde erhältlich ist. Denkbar sei aber auch eine andere Art der Verständigung – schließlich kennen sich viele Glandorfer und Schweger, meinte die Bürgermeisterin und hoffte, dass die Kommunikation nun noch weiter verbessert werde. Sie könne sich durchaus noch mehrere Bänke dieser Art in Glandorf vorstellen.


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