Sudendorfer Vennepohl Wie geht es weiter mit dem Niedermoor in Glandorf?

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Wie geht es mit Sudendorfs Vennepohl in Zukunft weiter? Dies wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Foto: Andrea PärschkeWie geht es mit Sudendorfs Vennepohl in Zukunft weiter? Dies wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Foto: Andrea Pärschke

Glandorf. Das Sudendorfer Vennepohl ist eines der letzten Niedermoorgebiete des Landkreis Osnabrück. Doch das ehemals feuchte Areal ist trocken geworden. Bald soll es zwischen Gemeinde, den Naturfreunden Glandorf und dem Landkreis Gespräche geben.

„Früher war das Moor häufig überflutet“, erinnert sich Alfons Heuger von den Naturfreunden Glandorf. Wenn es im Winter eisig war, gab es für die Jugendlichen damals nur eins: Nichts wie hin zum zugefrorenen Vennepohl. Heute ist das nicht mehr möglich, denn das Areal trocknete in den vergangenen Jahrzehnten stark aus. Die Frage ist nur: Warum? Der Vorsitzende der Naturfreunde Glandorf stapft durch das mit Moos bewachsene Waldgebiet auf eine Lichtung zu. Er deutet auf eine Säule, die seit nunmehr zwei Jahren etwa knietief aus dem Boden ragt: Es ist eines der Messgeräte, die mit etwa 10000 Euro vom Land Niedersachsen finanziert wurden. „Die Untersuchungen sind nun abgeschlossen, das beauftragte Büro fasst gerade die Daten zusammen“, so der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff. Nach Vorlage des Berichtes werde es weitere Gespräche geben.

Wo ist das Leck?

Dabei wird es wohl nicht nur um das wie gehen – sondern auch um das ob: Denn die Niedermoor-Rettung könnte kostspielig sein. „Zudem sollen die Messungen auch zeigen, warum das Moor ausgetrocknet ist“, erklärt Alfons Heuger. Auch wenn ein Teil der Antwort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon bekannt ist: Vor allem die Flurbereinigung und die Begradigung der Bever gelten als Ursache für den jetzigen Zustand des Kleinod. Alfons Heugers Schritte führen ihn nun aus dem Wald über eine Wiese, die die Gemeinde Glandorf als Ausgleichsfläche für ein Baugebiet gepachtet hat bis zur Bever heran. Seit nunmehr zwanzig Jahren renaturieren die Naturfreunde Teilbereiche des Baches ohne Quelle – so auch diese Stelle.

Eines der letzten Niedermoorgebiete

Lohnen würde sich die Moorrettung allemal, zumindest wenn es nach Alfons Heuger ginge. Denn das Moor an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ist eines der letzten verbliebenen Niedermoorgebiete im Landkreis Osnabrück. Trotz der Veränderungen in den vergangenen Jahren zeichnet es sich nach wie vor durch seine Artenvielfalt aus und bietet zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.


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