Treffen des Feuerwehrverbands des Altkreises Altersgrenze und demografischer Wandel Themen beim Verbandstag

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Glandorf. Vertreter von 24 Wehren trafen in Glandorf zur Verbandsversammlung des Feuerwehrverbands Altkreis Osnabrück zusammen. In seinem Jahresbericht gab der Vorsitzende Gerhard Glane einen Überblick über die geleistete Arbeit und sprach über die geplante Änderung des Brandschutzgesetzes.

Auch das Feuerwehrwesen unterliegt dem demografischen Wandel. Diesem Prozess folgend wird politisch eine Änderung des Brandschutzgesetzes diskutiert. Unter anderem gibt es Stimmen, die eine Zusammenlegung von Ortsfeuerwehren befürworten, wenn deren Mitgliedsstärke sinkt. Ebenso ist die Anhebung des Höchstalters für aktive Wehrleute von derzeit 63 auf 67 Jahre im Gespräch.

Glane gegen Zusammenlegung aus Kostengründen

In seinem Bericht ging der Verbandsvorsitzende Glane auf diese beiden Punkte ein. Er warnte davor, „Feuerwehren aus Kostengründen zusammenzulegen. Alle Feuerwehren werden an ihren Standorten benötigt. Nur so wird jeder Feuerwehrmann und –frau den Spaß an der ehrenamtlichen Arbeit behalten“. Wichtiger sei es, die Nachwuchsförderung zu verstärken und Anreize für junge Menschen zu schaffen, den ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr zu ergreifen.

In dieser Beziehung ist man im Altkreis noch gut aufgestellt. Im Verbandsgebiet gibt es 22 Freiwillige Feuerwehren und zwei Werksfeuerwehren mit zusammen etwa 1100 Mitgliedern, darunter 42 Frauen. Dazu kommen 10 Jugendfeuerwehren mit 182 Jugendlichen.

In Niedersachsen gibt es rund 125000 freiwillige Feuerwehrangehörige. Mit dem geplanten Gesetz soll das Höchstalter für den aktiven Dienst von derzeit 63 Jahren auf 67 verändert werden. Glane forderte, bei der Novellierung die Freiwilligkeit im Auge zu behalten, so dass jeder frei entscheiden könne, wann er aus dem Dienst ausscheide will. In anderer Sache appellierte er an die Politik, härtere Strafen für das „Gaffen“ zu ermöglichen. Immer häufiger werden Mitglieder von Hilfsverbänden in ihrer Arbeit durch Schaulustige behindert oder gar angegriffen.

290 Mal blinder Alarm

Die Wehren im Verbandsgebiet sind im vergangenen Jahr zu 320 Brandeinsätzen (Vorjahr 414) gerufen worden, haben 1196 Mal Hilfe geleistet (im Vorjahr 1503). Knapp 290 Mal wurde blinder Alarm ausgelöst.

Glandorfs Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann nannte die Wehren in ihrem Grußwort „eine soziale Institution, die sich durch Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Fachlichkeit auszeichnet“. MdL Martin Bäumer (CDU), selbst in Glandorf lebend, stellte  eine Einladung in den Raum, bei der die Landtagsfraktion seiner Partei zusammen mit Vertretern der Feuerwehr die Änderung des Brandschutzgesetzes diskutieren will.

Zu Ende der Versammlung zeichnete Kreisrat Wilfried Wilkens langjährige Feuerwehrangehörige für ihren ehrenamtlichen Dienst aus. Zudem erhielt Glandorfs Ortsbrandmeister Hubert Johannpötter das Ehrenkreuz des Feuerwehrlandesverbandes in Silber, Brandmeister Heiner Brandes die Ehrennadel in Bronze.


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