Für 1,5 Millionen Euro Glandorfs „Kleine Turnhalle“ soll saniert werden

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Die „Kleine Turnhalle“ bei der Ludwig-Windthorst-Schule soll zum Teil abgerissen werden. Foto: Achim KöppDie „Kleine Turnhalle“ bei der Ludwig-Windthorst-Schule soll zum Teil abgerissen werden. Foto: Achim Köpp

Glandorf. 50 Jahre hat die kleine Turnhalle nun auf dem Buckel. Nun soll sie teils abgerissen und teils saniert werden.

„Etliche Schulgenerationen sind durch diese Halle gegangen“, sagt der Wilhelm Pörtner vom Architekturbüro Ahrens und Pörtner, das vom Verwaltungsausschuss mit dem Sanierungsprojekt beauftragt worden ist. Entsprechend sehe die Kleine Turnhalle direkt hinter der Ludwig-Windthorst-Schule nun aus: Vor allem die Haustechnik muss komplett überholt werden. „Normalerweise haben Heizungsanlagen und Wasserleitungen eine Lebenserwartung von 25 Jahren“, erläutert er. Diese sind mittlerweile lange verstrichen. Dem Wasser, das aus alten Rohren fließt, ist das manchmal anzusehen, oft wirkt es gelblich. Auch die sanitären Anlagen sind stark überholungsbedürftig. Zudem ist an einigen Stellen bereits Schimmel zu sehen.

Unbeaufsichtigte Umkleiden

„Hinzu kommt, dass auch funktional heute einige Dinge anders gesehen werden“, erläutert Pörtner vor dem versammelten Bauausschuss und den zahlreich erschienenen Besuchern. So sind zum Beispiel die Umkleiden ungünstig gelegen. Von Außen können diese unbeaufsichtigt betreten werden. „Das hat man früher einfach so gemacht“, betont der Architekt. Heute ist den meisten Nutzern bei abgeschlossenen Türen wohler. Folglich werden Sack und Pack häufig mit in die Halle genommen und der Haupteingang verschlossen. Die kleine Nebentür wird stattdessen stark frequentiert. Unter anderen an der Stelle gebe es Verbesserungsmöglichkeiten. Zudem werden die Geräte heutzutage mit Wänden und Schwingtüren vom Rest der Halle abgetrennt. Auch hier gebe es also Verbesserungspotenzial.

Dunkler Weg zur Halle

Damit kommt Pörtner zu einem weiteren Punkt: Der Zugang der Halle verläuft im Augenblick quer über den Schulhof der Ludwig-Windthorst Schule. Gerade im Winter kann es dort dunkel sein. „Man könnte hier einen Weg einziehen“, so der Architekt. Dieser würde gut ausgeleuchtet von der Kattenvenner Straße vorbei zur Turnhalle führen. Zudem könnten zusätzliche Parkplätze angelegt werden. Das alles ist jedoch noch vage und keinesfalls beschlossen: „Wir sind in der Planungsphase, es ist eher ein Schema, der Weg und Parkplätze sind Möglichkeiten“, betont Pörtner. Er wirft mit dem Beamer nun seine vorläufigen Pläne für die Hallensanierung an die Wand. So könnte die kleinen Turnhalle also in Zukunft aussehen.

Abreißen oder Sanieren?

Der vordere Teil der Turnhalle, in dem Umkleiden und Waschräume sind, wird voraussichtlich abgerissen – und durch einen Neubau ersetzt. Augenscheinlich größte Veränderung würde den Eingangsbereich betreffen. Dieser liege nicht mehr mittig, sondern würde ein Stück weiter links sein. Von dort aus führt ein Weg rechts zu den neuen Umkleiden und Toiletten. Eine Tür grenzt diesen Bereich ab, sie könnte abgeschlossen werden. Vom Eingangsbereich geradeaus laufen die Nutzer in Richtung einer neuen Gerätehalle zum Sportbereich. Die eigentliche Halle bleibt, sie wird aber komplett saniert. Voraussichtlich: Denn es fehlen noch einige abschließende Untersuchungen zur Qualität der Bausubstanz.

Hallennutzer einbezogen

Zudem sollen auch die Hallennutzer mit in die Planungen einbezogen werden und nach ihren Bedürfnissen befragt werden. So sollen sich Schule, Sportverein und die Kolpingfamilie noch einmal zu einem separaten Termin treffen. Bereits im Vorfeld hat die Kolpingfamilie auf die jährliche Karnevalsveranstaltung hingewiesen, die auch weiterhin in der Kleinen Turnhalle stattfinden soll.

1,5 Millionen Euro

Insgesamt schätzt der Architekt die Kosten auf etwa 1,5 Millionen Euro. „Im Rahmen der EU Förderrichtlinien ZILE sind seit diesem Jahr auch die Erhaltung und Verbesserung von Freizeitanlagen förderfähig“, erläutert Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. Darunter fallen auch Turnhallen. Entsprechende Fördergelder könnten bis zum 18. September beantragt werden. Baubeginn liegt voraussichtlich im Jahr 2019. Der Ausschuss äußert sich positiv zu den bisherigen Planungen. „Ich finde es gut, dass wir auch fragen: Was brauchen die Vereine und die Nutzer“, so André Winterberg (CDU). Einstimmig empfiehlt der Bauausschuss, dem Verwaltungsausschuss die Planungen voranzutreiben, sodass die Förderung der EU bis zum Herbst beantragt werden kann. Mehr aus Glandorf im Netz


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