Hilfe für Waisenkinder in Uganda Glandorfer Fußballer unterstützen Kumi

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Glandorf.  Eine Gruppe von 30 jungen Fußballern des SC Glandorf 36 unterstützt den Verein Kumi-Freunde, der sich für Waisenkinder in Uganda einsetzt. Aufmerksam auf das Hilfsprojekt wurden die Sportler durch die Glandorferin Theresa Potthoff, die 2013 ein freiwilliges soziales Jahr in Uganda absolvierte.

Die Idee ist einfach aber effektiv: Die fußballbegeisterten 20- bis 25-jährigen treffen sich immer Samstags zum Bundesliga gucken. Unter ihnen ist Jens Brandmann, Torwart der 1. Herren Glandorf, in dessen Wohnzimmer sich die Truppe regelmäßig zum gemeinsamen fußballerischen TV-Ereignis trifft. „Irgendwann entschlossen wir dann, dass jeder von uns für das Fußball-Kino immer einen Euro zahlt und das Geld am Ende für einen guten Zweck gespendet wird“, berichten Jakob Erpenbeck und Matze Lehmkuhle. 500 Euro wurden auf diese Weise bereits gesammelt.

„Wir haben den Jungs verdeutlicht, wie gut es ihnen geht, wenn sie hier zusammen ausgelassen Fußball schauen, dazu Chips knabbern und Bier trinken. Warum nicht etwas abgeben für Menschen, die es nicht so gut haben“, regten die Gastgeber Ursula und Arnold Brandmann an. 

Die Fußballer entschieden sich, Kumi-Freunde e.V. zu helfen. Von dem kleinen Verein mit Sitz in Coesfeld erfuhren sie von der Pädagogikstudentin Theresa Potthoff (22), die im Vorstand des Vereins aktiv ist und schon mehrmals den Ort Kumi in Uganda besuchte. Das letzte Mal war sie 2015 zusammen mit ihrer Cousine Franziska Lehmkuhle (25) in Afrika. „Kumi liegt in einer sehr abgeschiedenen Region. Die Menschen dort begegnen nicht oft Europäern. So waren die Kinder zuerst auch sehr unsicher, als sie uns sahen. Das änderte sich aber schnell und wir erfuhren unglaubliche Herzlichkeit und auch Dankbarkeit für die Hilfe durch das Projekt“, erzählen die beiden Glandorferinnen. 

Theresas Eltern, Reinhild und Josef Potthoff lernten auf einer Reise in den französischen Wallfahrtsort Lourdes zufällig Pfarrer Charles Osire kennen. Er kommt aus Kumi, war selbst früh Waisenkind und organisiert das Kumi-Hilfsprojekt heute vor Ort. Als die Potthoffs über den Pfarrer von den Kindern erfuhren, die in der von Hunger und Armut geprägten Region Ugandas aufwachsen, übernahmen sie eine Patenschaft. Theresa wurde dadurch neugierig auf das Kumi-Projekt und reiste 2013 zum ersten Mal für sieben Monate nach Uganda. 

„Unser Verein Kumi-Freunde konnte seit der Gründung im Jahr 2006 mit Hilfe von Spenden im Ort Kumi ein Waisenhaus aufbauen sowie einen Kindergarten, eine Kirche, eine Krankenstation, eine Brotbäckerei und ein Ausbildungszentrum“, weiß Theresa Potthoff. Patenschaften ermöglichen den Waisenkindern die Schule zu besuchen. Doch leider reichen die finanziellen Mittel nicht aus um das Schulgeld für alle Kinder bezahlen zu können. Anfang Februar startet in Kumi das neue Schuljahr und weitere Spenden werden noch dringend benötigt. Spendenkonto Kumi-Freunde e.V.: Volksbank Coesfeld, IBAN: DE86 4286 1387 0561 8862 00, BIC: GENODEM1BOB

Wer sich für die Arbeit von Kumi-Freunde e.V. interessiert und mit einer Patenschaft helfen möchte, kann sich an Theresa Potthoff wenden: Telefon 0157/54360790, E-Mail: theresa.potthoff@hotmail.de. Weitere Infos zum Verein auf www.kumi-freunde.de


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