Gemeindehaushalt diskutiert UWG-Glandorf: Sinnvolle Investitionen jetzt

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Die Glandorfer UWG-Ratsmitglieder (v.l.) Ralf Wiebusch, Andrea Puke, Sebastian Gottlöber und Reinhold Hothnaier. Bild-Combo: NOZ-Archiv / Michael SchwagerDie Glandorfer UWG-Ratsmitglieder (v.l.) Ralf Wiebusch, Andrea Puke, Sebastian Gottlöber und Reinhold Hothnaier. Bild-Combo: NOZ-Archiv / Michael Schwager

Glandorf. In den vergangenen Tagen beriet die UWG-Fraktion gemeinsam mit dem Vorstand den Glandorfer Gemeindehaushalt für das Jahr 2016. Dieser ist geprägt von einem Finanzmittelfehlbedarf von 700000 EUR. „Wir tragen die geplanten notwendigen Investitionen weitestgehend mit, obwohl wir damit auch eine Neuverschuldung mittragen“, fasst der Finanzausschussvorsitzende Ralf Wiebusch das Ergebnis zusammen.

Wie hoch eine Neuverschuldung tatsächlich ausfällt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Auch in den letzten Jahren waren Fehlbedarfe geplant, die dann durch gute Wirtschaftsjahre nicht unbedingt eingetreten sind.

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Turnhalle renovieren

„Der größte Kostenpunkt ist die Renovierung der alten Turnhalle“ schreibt die UWG in einer Mitteilung, die mit 550000 Euro angesetzt ist. Seit vielen Jahren sei der energetische und sanitäre Zustand schlecht. Allein die Energieeinsparung könnte die Zinsen refinanzieren. „Mit dieser Investition bekennen wir uns klar zum Schulstandort Glandorf und zu den Kindergärten und Sportgruppen, die die Halle nahezu ausbuchen“, stellt Sozial- und Schulausschussmitglied Andrea Puke fest.

Zinsbelastung

Zu berücksichtigen sei, dass in der Vergangenheit große Investitionen vertagt wurden. Neben neuen dringlichen Maßnahmen müssten auch Altlasten angegangen werden. „Investitionen vor denen man wegläuft, holen einen sicher ein“, verteidigt Sebastian Gottlöber die durch die Verwaltung geplante Neuverschuldung. Bei derzeitigem Zinsniveau sei es sinnvoll, unumgängliche Vorhaben jetzt realisieren. Verschiebungen in folgende Haushaltsjahre verbesserten deren Ergebnis nicht und könnten mit höheren Zinsbelastungen in der Zukunft zu bezahlen sein.

Weniger Geld für Straßen

Um den Haushalt zu entlasten, sei es aber notwendig, an geeigneten Stellen zu kürzen. Der Haushaltsansatz für die Straßenunterhaltung soll nach Willen der UWG auf 125000 Euro herabgesetzt werden. Mit diesem Betrag sei man lange Jahre ausgekommen.

Feuerwehr in Schwege

Den Wünschen der Feuerwehr wolle man nachkommen. Lediglich die Ersatzanschaffung von Handlampen soll teilweise verschoben werden. „Wir bekennen uns zum Feuerwehrstandort Schwege, indem wir die 5000 Euro für eine Vorplanung zum Umbau des Feuerwehrgerätehauses im Haushalt belassen“, stellt Reinhold Hothnaier klar. Damit einher geht eine Kostenschätzung, sodass die kommenden Haushalte in dieser Hinsicht auf konkrete Zahlen zurückgreifen können.

Bürgerbüro

Weitere zukunftsweisende Ausgaben sind nach Auffassung der UWG der Ausbau des Gewerbegebietes Schierhölters Kamp und die Erweiterung des Wohnbaugebietes Dorenberg. Auch der Umbau des Bürgerbüros im Rathaus, der seit Jahren verschoben wird, soll dieses Jahr realisiert werden.


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