Nur alle drei Jahre Glanzlichterfest an der Glandorfer Ludwig-Windhorst-Schule

Von Danica Pieper

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Glandorf. Bis Heiligabend dauert es zwar noch gut vier Wochen, aber die Glandorfer Ludwig-Windhorst-Schule ist schon jetzt ganz auf Weihnachten eingestellt. Im Rahmen des Glanzlichterfests verwandelte sich die Oberschule in einen großen Weihnachtsmarkt mit Verkaufsständen, Spielen und Unterhaltungsprogramm. Das Fest findet nur alle drei Jahre statt.

So schön strahlte die Ludwig-Windhorst-Schule wohl seit 2012 nicht mehr: Wochenlang hatten Schüler, Lehrer, Förderverein, Elternrat und sonstige Helfer an den Vorbereitungen für das Glanzlichterfest gearbeitet. Jede Klasse hatte sich dazu ein spezielles Projekt ausgesucht, das sie zu der Feier besteuerte. Sie bastelten und verkauften Weihnachtskarten, Teelichthalter, Windlichter und Adventskränze, backten Plätzchen und Reibekuchen oder stellten Weihnachtskostüme für Fotos zur Verfügung. Die Schulleitung bot einen Flohmarkt, auf dem sie ausrangierte Material wie alte Projektoren verkaufte. Höhepunkt war die Versteigerung einer Sitzbank aus den Zwanzigerjahren.

  

Weihnachtssketch

  

Die Theater-AG der Klassen 5 und 6 hatte einen Weihnachtssketch einstudiert, den sie den Besuchern präsentierten. Darin möchte Vater Schuhmacher eine amerikanische Weihnachtsparty veranstalten. Dumm nur, dass alle Weihnachtsmänner, die dort auftauchen, entweder keine amerikanische Weihnachten im Programm haben oder diese nur zu exorbitanten Preisen anbieten.

 

Experimente im Chemieraum

Während das Schulgebäude und der Hof eher besinnlich dekoriert waren, ging es im Chemieraum heiß her. Zum ersten Mal hatte die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich den komplett sanierten Raum anzusehen. „Dann können die Leute mal sehen, dass das Geld nicht verpufft ist“, meinte Schulleiter Matthias Wocken. Verpuffung war ein gutes Stichwort, denn Lehrer Sebastian Greshake hatte einige hochexplosive Experimente vorbereitet, getreu dem Motto „Stille Nacht bis es kracht“. Sowohl Eltern und Kinder staunten, als der Deckel der Keksdose dank Staubexplosion in die Luft ging oder der mit Wasserstoff gefüllte Ballon sich in einen Feuerball verwandelte.

 

Erlös für Arbeitskreis Asyl

„Das Fest ist ein unglaublicher Aufwand, aber alle drei Jahre gönnen wir uns das“, so Wocken. Hier habe er die Gelegenheit, sich außerhalb von Elternsprechtagen mit den Müttern und Vätern zu unterhalten: „Daraus kann man sehr viel Gewinn ziehen“. Besonders freut es ihn, wenn auch Menschen kommen, die nicht direkt etwas mit der Schule zu haben: „Es ist toll, wenn ich Gesichter sehe, die ich nicht kenne.“ Der Erlös des Glanzlichterfests sollte ursprünglich komplett an den Arbeitskreis Asyl in Bad Iburg gehen. Nachdem sich allerdings kürzlich auch ein Arbeitskreis Asyl in Glandorf gegründet hat, hat die Oberschule beschlossen, die Spende aufzuteilen. Wocken: „Bad Iburg bekommt immer noch den Löwenanteil, aber wir wollen auch Glandorf mitbedenken.“


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