Autor Stefan Gemmel versucht‘s Dissener Grundschüler helfen beim Leseweltrekord

Von Stefanie Preuin


Dissen. 80 Lesungen in 16 Tagen, jeweils 60 Minuten an einem Ort. Kinderbuchautor Stefan Gemmel jagt nach dem Weltrekord. Dissener Grundschüler unterstützten ihn und waren begeistert als der Autor aus seinem Buch „Im Zeichen der Zauberkugel: Das Abenteuer beginnt“ las.

Rund 200 Kinder sammelten sich in der Aula der Grundschule Dissen , um Teil des Weltrekordversuches zu werden. Zweit-, Dritt, und Viertklässler waren gespannt auf den Autor, der keine Zeit zu verlieren hatte. Stefan Gemmels Tour ist die „schnellste Lesereise der Welt“, soll im Guinness-Buch der Rekorde vermerkt werden und außerdem der Leseförderung dienen. Unterstützt wird er von Eva Pfitzner vom Leserattenservice und der RWE-Bildungsinitiative „3malE – Bildung mit Energie“. In jedem Bundesland müssen mindestens drei Lesungen gehalten werden.

Stimme leidet

Vom Norden in Hamburg liest sich Gemmel in den Süden, und von da aus wieder in den Norden Richtung Berlin. „Sind unsere Zeugen da?“, so heizte Stefan Gemmel die Grundschüler an und alle Hände gingen hoch. Dissen war erst die 12. Station, aber die Stimme des Autors hatte schon leichten Schaden genommen. Kein Wunder, denn die Grundschüler machten ordentlich Stimmung und fieberten bei der interaktiven Lesung mit. Stefan Gemmel las aus seinem Buch, in dem es um Alex geht, der auf dem Dachboden seiner Großmutter eine geheime Tür entdeckt. Er findet eine Zauberkugel und hat drei Wünsche frei: Das bedeutet jede Menge Abenteuer.

Mitmachen erwünscht

Stefan Gemmel las aber nicht nur mit allerlei Stimmenimitationen, sondern gestaltete die 60 Minuten aktiv. Franziska und Joshua durften auf der Bühne in einer kleinen Geschichte mitwirken. Ihr Einsatz bestand aus dem Nein- oder Ja-Sagen, wenn Gemmel ihre Hand drückte. Daraus entstand eine neue Handlung, die die Grundschüler zum Lachen und tosenden Applaus verleitete. Einzig bei der Fragerunde konnte der Autor nicht punkten: Er mag keinen Fußball.

Kurzer Abschied

Angelehnt an den Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne, muss Stefan Gemmel in 16 Tagen 80 Lesungen schaffen, das bedeutet im Schnitt fünf Lesungen am Tag. Deswegen war nach den 60 Minuten nur noch Zeit für einen kurzen Abschied, er versprach aber eine Urkunde für jedes Kind, wenn der Rekord geschafft ist. Dann brauste der Autor zur nächsten Lesung.