Klein-Holland in Glandorf Die Liebe zum Nachbarn geht durch den Magen

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steb Glandorf. Erstmals wehte am Sonntag holländisches Flair durch Glandorfs Einkaufsstraße. 30 Marktbeschicker aus den benachbarten Niederlanden boten ihre Waren feil. Auch die örtlichen Einzelhändler machten ihre Geschäfte auf.

otheke und viel gesünder!“ Karlie Keupnik hat noch mehr Sprüche auf Lager, die er stets auch lauthals verkündet. Zwischendurch verkaufte er aber auch. Er lockte die Kunden mit Probierhäppchen seiner getrockneten Bauernmettwurst. Nicht wenige griffen schließlich auch bei seiner sogenannten Wundertüte zu. Für zehn Euro nahmen sie dann dicke Würste mit nach Hause. „Wir sind zufrieden mit dem Geschäft“, sagte Keupnik in einer kurzen Atempause.

Jeder Stand ist einmalig

Schräg gegenüber verkaufte Henk Ter Hennepe zig Sorten Lakritz, Weingummi und Bonbons. Er organisiert seit Langem den Holland-Markt. „Entstanden ist der durch die Partnerschaft zwischen Hengelo und Emsdetten vor 24 Jahren“, sagte Ter Hennepe. Mittlerweile sei der Markt zu einem einzigartigen Event mit jährlich zehntausenden Besuchern in 20 deutschen Städten geworden. Bis zu 35 niederländische Marktbeschicker – vorwiegend aus Hengelo, Enschede und Almelo – seien dabei. „Jede Stand ist einmalig und mit seinem Angebot nur einmal vertreten“, betonte Ter Hennepe.

Warum er nach seinem Job in der Woche auch am Sonntag noch auf Tour ist? Er selber liebe den lockeren Umgang mit den flanierenden Besuchern. „Die Leute sind hier gut drauf und verstehen Spaß.“

Frittierte Kibbelinge

Außer den Klassikern holländischer Märkte wie frittierte Kibbelinge mit Remoulade und Gouda in großer Variationsbreite waren auch hübsche Blechschilder sowie ein Riesensortiment an Leckerlis für Hunde zu haben.

An die Zeiten niederländischer Kolonialgeschichte erinnerte ein Teil des Sortiments von Carola Sieders. Sie verkauft asiatische Räucherstäbchen in gewöhnungsbedürftigen Geruchsschattierungen. „Der Renner ist Barath Darsham. Besonders Frauen stehen auf diesen Duft“, erzählte Sieders.

Aktion wiederholen

Zufrieden zeigte sich am Ende auch Jürgen Künne. Der erste Vorsitzende des Glandorfer Gewerbevereins hatte den Holland-Markt zum ersten Mal nach Glandorf geholt. „Die Idee hatte Michael Biedendieck, der den Markt einmal in Osnabrück erlebt hat“, erzählte Künne.

Über die Besucherzahlen wagte Künne keine Schätzung abzugeben. „Aber es war richtig voll, und die Marktbeschicker und der Glandorfer Einzelhandel sind sehr zufrieden.“ Ob es im kommenden Jahr wieder einen Holland-Markt geben wir, konnte Künne noch nicht sagen. „Aber die Aktion wiederholen wir.“


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