Karneval 2015 mit Musik und Humor Ausgelassene Stimmung beim Frauenkarneval in Glandorf

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Glandorf. Karneval 2015 in Glandorf: Das neue Euro-Norm-Gebiss, das jedem passt, das neue Feuerwehrauto, das von Frauen geschoben werden muss, oder das „Blondchen“ Heuvelmann, das in Glandorf Karriere macht – Themen für den Frauenkarneval der KFD in Glandorf und Schwege gab es viele. Oberstes Gebot in den Sälen Plocksaugust und Herbermann: den Alltag vergessen, ausgelassen feiern und alles nicht ganz so ernst nehmen.

In Schwege zeigten sich die Organisatorinnen aus den Reihen des Vorstandes als wahre Verwandlungskünstlerinnen. In verschiedensten Rollen nahmen sie alles aufs Korn, was im vergangenen Jahr in Schwege auf die eine oder andere Art die Runde gemacht hatte. Christina Hesse stellte als Bestattungsunternehmer die neuesten Sargmodelle von Ikea vor, und Irmgard Gerding gab ihre Erfahrungen mit dem Euro-Norm-Gebiss weiter, das von Generation zu Generation weitergegeben werden kann. Nicht umsonst würden Kinder heute alle Zahnspangen tragen. Das Ziel sei, den Kiefer in „Euro-Norm“ zu bringen, damit der Zahnersatz auch jedem passt.

Die „drei Hübschen“ Petra Speckmann, Dorothee Glatzel und Bianca Brune-Ellerbrock nahmen die Bürgermeisterwahl aufs Korn und stellten fest, dass der Sieg von Magdalene Heuvelmann mit dem Sieg der Deutschen Mannschaft bei der WM verglichen werden könne. Zumindest in Schwege.

Internetnutzung im Fokus

Der Einbruch bei Biedendiek, das Bayernfest der Blaskapelle, der Brand bei Riesenbeck – Ereignis für Ereignis wurde auf der Bühne verulkt. Oder verteufelt. Wie beispielsweise das Internet, mit dem die Bauern in Schwege offensichtlich nicht umgehen können. Keine der Suchmaschinen, die die Computerschüler auf der Bühne ausprobierten, war in der Lage, den verlorenen Haustürschlüssel zu finden. Und auch der Sex war Thema – schließlich war man unter sich. In Schwege scheint der olympisch zu sein: Nur alle vier Jahre und immer nach dem Motto „Dabeisein ist alles“.

Musik und Tanz in Glandorf

In Glandorf setzten die Organisatorinnen der KFD mehr auf Musik, Tanz und Polonaisen als auf Wortbeiträge. Die Wortbeiträge waren gewürzt mit Tanzeinlagen der Gruppe „Happy Women“ unter der Leitung von Veronika Peters, Liedbeiträgen der Kreisellerchen und einer Tanzaufführung der Kindergruppe. Der Nachwuchs hatte sich in diesem Jahr in Gespenster verwandelt und begeisterte zu der Musik von „Ghostbusters“ das Publikum so sehr, dass es die Kinder gar nicht mehr von der Bühne lassen wollten.

Beatrix Vartmann präsentierte „Kunst am Menschen“ und holte verschiedene Gäste aus dem Publikum auf die Bühne, um sie in lebende Armleuchter oder Korkenzieher zu verwandeln. Später gab sie ihre Sichtweise zur viel diskutierten Rente mit 67 zum Besten und bat die Politik zu überlegen, ob 66-jährige Artisten im Zirkus am Trapez fürs Publikum noch spaßig seien – wenn sie unter Blasenschwäche litten. Und ob ein 67-jähriger Messerwerfer mit grauem Star überhaupt noch zu verantworten sei.

Bürgermeisterin als Gast

Sebastian Gottlöber sorgte am Plattenteller für die passende Party-Musik, die die Frauen bei Herbermann immer wieder zu Schunkelorgien auf Tischen und Bänken, und zu Polonaisen im Gänsemarsch inspirierte. Die Stimmung war hüben wie drüben fantastisch – wie es sich für einen Frauenkarneval gehört.

In beiden Sälen konnten die Damen einen ganz besonderen Gast begrüßen. Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann berichtete als „Blondchen“ auf den Bühnen von der Bürgermeister-Klausurtagung am Donnerstag und Freitag, die sie wegen des Frauenkarnevals teilweise schwänzte. Solche Termine an Weiberfastnacht anzusetzen könne auch nur Männern einfallen, monierte sie.


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