Hilfstransport aus Rothenfelde Hilfstransport mit Schüchtermann-Material nach Polen

Von Achim Köpp

Mit einem polnischen Lkw ging jetzt wieder ein schwerer Transport mit Hilfsgütern ab Verladerampe Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde gen Osten. Dafür verantwortlich zeichneten Helmut Buschmeyer (Bad Iburg) und Theo Große Starmann (Alfhausen) von der Aktion „Nothilfe Königsberg“ des Caritasverbandes in der Diözese Osnabrück. Foto: Achim KöppMit einem polnischen Lkw ging jetzt wieder ein schwerer Transport mit Hilfsgütern ab Verladerampe Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde gen Osten. Dafür verantwortlich zeichneten Helmut Buschmeyer (Bad Iburg) und Theo Große Starmann (Alfhausen) von der Aktion „Nothilfe Königsberg“ des Caritasverbandes in der Diözese Osnabrück. Foto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. 47 Betten, dazu die entsprechende Anzahl Matratzen und Nachtschränke sowie Stühle und Lampen: Mit einem polnischen Lkw ging jetzt wieder ein schwerer Transport mit Hilfsgütern ab Verladerampe Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde gen Osten. Dafür verantwortlich zeichneten Helmut Buschmeyer (Bad Iburg) und Theo Große Starmann (Alfhausen) von der Aktion „Nothilfe Königsberg“ des Caritasverbandes in der Diözese Osnabrück.

Waren es bislang Hilfstransporte in die Region Königsberg , die dort in Altersheimen und Krankenhäusern dringend benötigt wurden, so hat der vierte dieser Art von Bad Rothenfelde nun das Ziel im polnischen Pila, dem ehemaligen deutschen Schneidemühl. Dort nimmt der Caritasverband der Diözese Köslin das Mobiliar entgegen und leitet es an den Marienwallfahrtsort Skrzatusz (früher Schrotz) bei Walcz (Deutsch Krone) weiter.

„Dort“, berichten Buschmeyer und Große Starmann, „wartet die Kirchengemeinde sehnsüchtig auf gut erhaltene Betten und anderes Mobiliar für ein neu erbautes Pilgerhaus, nachdem sich dort am letzten September-Wochenende 10000 Pilger eingefunden hatten!“ Anfang November hätten übrigens die Thuiner Franziskanerschwestern diesem Pilgerhaus bereits eine komplette Kapelleneinrichtung übergeben.

Hilfssendungen nach Polen gingen inzwischen unproblematisch über die Bühne, weiß Buschmeyer, da im Gegensatz zu Transporten nach Russland keine bürokratischen und komplizierten Zollbedingungen angewendet werden. Die jetzt anfallenden Frachtkosten für den polnischen Lkw würden übrigens von der Caritas Köslin/Pila getragen.

Dass es jedoch auch in Ostpolen Armut gebe und Hilfsgüter erwünscht seien, beweise eine Bitte der evangelischen Kirchengemeinde Mikołajki (Nikolaiken) im Bezirk Allenstein an „Nothilfe Königsberg“ um einen weiteren Transport, wie er in den vergangenen Jahren erfolgt sei. Bekleidung, Krankenbetten, Rollstühle, Rollatoren, Verbandsstoffe und besonders auch Windeln für die Menschen im Altenheim würden dringend benötigt, hieß es. Die dortigen Katharinenschwestern seien im September zu Besuch in Münster, bei der Caritas Paderborn und in Alfhausen gewesen und hätten um Hilfe für die Menschen in den Gemeinden im Ermland und Masuren ersucht, wo sie ihren Dienst verrichten.

In Bad Rothenfelde unterdessen freute sich Gerd Huck als Technischer Leiter der Schüchtermann-Klinik darüber, dass dank der ehrenamtlichen Initiative von Buschmeyer und Große Starmann das ausrangierte Mobiliar aus der renovierten Etage nicht dem Schredder anheimfallen musste. Deshalb sei man dem Wunsche nach Verwendung für eine Hilfsgütersendung gern nachgekommen, zumal sichergestellt sei, dass sie an die richtige Adresse gelangen werde.