Frieden ist der größte Wunsch Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Dissen


Dissen. Mit einem Gottesdienst und anschließender Gedenkfeier wurde am Volkstrauertag in Dissen wie an zahlreichen Orten, auch im Südkreis der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht und daran erinnert wie wertvoll Frieden ist. Nach der Predigt von Pastor Erik Neumann und der Rede von Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann in der Mauritius-Kirche fand am Ehrenmal auf dem Kirchplatz eine Kranzniederlegung statt.

Die Gedanken aller Teilnehmer der Veranstaltung am Sonntag waren bei den fast 10 Millionen Toten des Ersten Weltkriegs und den über 55 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs, bei den gefallenen Soldaten ebenso wie bei Opfern der nationalsozialistischen Diktatur. „Wer diesem Tag keinen Platz mehr einräumen will, der muss erinnert werden, dass es in der Geschichte der Menschheit niemals so viele Opfer von Kriegen, Verfolgung, Gewalt und Terror gab wie im vergangenen Jahrhundert“, mahnte Bürgermeister Nümann. Aus den Schrecken der Vergangenheit erwachse die Verantwortung, Gewalt, die nach wie vor weltweit verbreitet ist, nicht gleichgültig hinzunehmen. Deswegen solle am Volkstrauertag, so der Bürgermeister, der Blick auch auf die Gegenwart gelenkt werden. Auch diejenigen sollten geehrt werden, die für den Frieden kämpfen. Dazu gehören die Soldaten und Einsatzkräfte die ihr Leben dafür riskieren. Heutigen Kriegen ginge oft keine Kriegserklärung voraus und dennoch fordern sie zahlreiche unschuldige Opfer.

Zum Gottesdienst waren viele Vertreter der Dissener Vereine gekommen. Pastor Erik Neumann würdigte in seiner Ansprache ihr ehrenamtliches Engagement, den wichtigen Beitrag den sie für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Mit Fahnen traten sie dann aus der Kirche und bildeten ein Spalier zum Ehrenmal, an dem Freiwillige von der Feuerwehr Dissen einen Kranz niederlegten. Musikalisch begleitet wurde die Feier zum Volkstrauertag vom Männergesangsverein Germania Concordia Dissen, geleitet von Hans-Werner Köhne und der Dütetaler Blaskapelle Wellendorf unter der Leitung von Sabine Schimmöller.