Holunderweg, Wipsenbach, Up de Haar Das tut sich in Glandorfs Neubaugebieten

Von Anne Spielmeyer


Glandorf. Der Ruf nach Bauplätzen ist auch in Glandorf nicht zu überhören: Die Gemeinde hat darauf bereits reagiert und in den vergangenen Wochen, Monaten, Jahren neue Baugebiete auf den Weg gebracht. Was tut sich da? Ein Blick auf die Neuen am Holunderweg, am Wipsenbach und Up de Haar.

Das Flächenproblem in Glandorf ist nicht neu. In den vergangenen Jahren und Monaten hat die Gemeinde aber immer wieder kleinere und größere Lücken gefunden, die als Bauland ausgewiesen werden konnten – zuletzt in Schwege am „Holunderweg“ und „Up de Haar“ und am „Wipsenbach/ Ecke Schierloher Weg“. Damit in Glandorf ein einheitliches, städtebauliches Bild erhalten bleibt, gibt es in allen drei Gebieten ähnliche Bauvorgaben: normales Einfamilienhaus oder eine Stadtvilla mit zwei Geschossen, 9,50 Meter Firsthöhe, keine Flachdächer.

„Darüber hinaus sind die Bauherren verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren mit dem Bau ihres Hauses zu beginnen“, sagt Bauamtsleiter Torsten Dimek. So könne auch die Gemeinde den Endausbau besser planen. Im Baugebiet „Am Wipsenbach“ musste die Gemeinde 1,3 Hektar Ausgleichsfläche für den Steinkauz ausweisen. Darüber hinaus dürfen die Bauherren von März bis Mitte Juli keine lauten Außenarbeiten vornehmen – wegen der Brutzeit des Kauzes.

Als Ergänzung zu neuen Baugebieten hat Glandorf, ähnlich wie es schon in Bad Laer geschehen ist, ab dem Jahr 2015 das Projekt „Jung kauft Alt“ auf den Weg gebracht. Mit diesem Projekt können junge Familien über ein Fördermodell mit bis zu 9000 Euro beim Kauf einer mindestens 25 Jahre alten Immobilie unterstützt werden. So soll vorhandener Wohnraum neu genutzt und Baulücken geschlossen werden. „Bisher haben wir für dieses Projekt, für das sich Bürger ab Januar bewerben können, einen Interessenten“, so Torsten Dimek.

Die Gebiete im Überblick:

Holunderweg

Aktueller Stand: Endausbau, sprich: Gehwege pflastern, Straße asphaltieren, Bäume setzen

Bauplätze: 21

davon vergeben: 21, alle bebaut

Grundstücksgrößen: 700 bis 900 m2

Preis: 45 Euro/m2, 2500 Euro Hausanschlusskosten

Nächster Schritt: Endausbau abschließen

Neuer Straßenname: Holunderweg

Fertigstellung: 30. November 2014, wenn das Wetter mitspielt

Wipsenbach

Aktueller Stand: Der erste Schritt ist getan: Die Baustraße ist fertig.

Bauplätze: 16

davon vergeben: 15

Grundstücksgrößen: 500 bis 700 m2

Preis: 80 Euro/m2, 2500 Euro Hausanschlusskosten

Nächster Schritt: Bauherren können loslegen

Neuer Straßenname: Am Wipsenbach

Fertigstellung: In drei, vier Jahren

Up de Haar

Aktueller Stand: Offenlage der Entwürfe bis zum 11. November. Alle Antworten sind vorläufig.

Bauplätze: 10

davon vergeben: keiner, 15 Interessenten

Grundstücksgrößen: 520 bis 660 m2

Preis: wohl höher als im Holunderweg; 2500 Euro Hausanschlusskosten

Nächster Schritt: Ratsbeschluss, Sommer 2015 erster Spatenstich

Neuer Straßenname: wird vom Ortsrat vorgeschlagen

Fertigstellung: In drei, vier Jahren