Ilek: Fachkräftesicherung Betriebe und Schulen im Südkreis besser vernetzen

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Besuch des Netzwerks Betriebe/Schulen bei der Firma Dachser in Dissen im Frühjahr 2014. Foto: Uwe LewandowskiBesuch des Netzwerks Betriebe/Schulen bei der Firma Dachser in Dissen im Frühjahr 2014. Foto: Uwe Lewandowski

asp/pm Dissen. Vielleicht wird es das Wort des Jahrzehnts? Zumindest beschäftigt die Fachkräftesicherung Wirtschaft, Politik und Gesellschaft intensiv. In seiner Fortschreibung des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) nimmt der Arbeitskreis für das südliche Osnabrücker Land das Thema auf: „Die Schulen sind unser zentraler Ansprechpartner“, so Projektmanager Hendrik Kettler.

Ansetzen möchte die Region dort, wo die zukünftigen Fachkräfte heranwachsen, berichtet das Projektbüro pro-t-in, das die Fortschreibung des Ilek begleitet. „Für das südliche Osnabrücker Land (SOL) beginnt die Fachkräftegewinnung beim Nachwuchs.“ Die Schulen rücken deshalb ins Blickfeld. Das 2013 durch die Servicestelle Schule-Wirtschaft der Maßarbeit gegründete Netzwerk „Betriebe – Schulen im SOL“ sei ein exzellentes Beispiel für die zukünftige Zusammenarbeit in der ganzen Region, so Kettler. Es führt Unternehmen und Schulen zusammen, fördert deren Austausch, entwickelt mit ihnen individuelle Projektideen und unterstützt sie bei der Umsetzung.

Diese Art der Zusammenarbeit soll gestärkt werden: So sollen sich die Schulen verstärkt der Berufsorientierung, Praktikumsbegleitung, aber auch Kompetenzfeststellung widmen, während die Firmen entsprechende Praktika bereitstellen, Nachwuchskräfte ausbilden und ein attraktives Arbeitsumfeld garantieren. „Schließlich können auch die Kommunen zur Fachkräftesicherung beitragen, indem sie zum Beispiel das Wohnumfeld attraktiv gestalten“, meint Kettler.

Welche Unterstützung brauchen die Schulen von den Betrieben und umgekehrt? Wie kann der Übergang von der Schule in die Betriebe nachhaltig verbessert werden? Wie können Kooperationen initiiert und gefestigt werden? Wie finden „Best-Practice“-Beispiele als „Ideengeber“ und „Mutmacher“ ihren Weg in andere Betriebe? Fragen, die die Ziele der zukünftigen Netzwerkarbeit in Verantwortung von Schulen, Unternehmen, Kommunen und dem Übergangsmanagement Schule-Beruf des Landkreises Osnabrück umschreiben.


Ideen der Bürger: Alle Bürger sind aufgerufen, sich mit ihren Ideen und Anregungen in die Fortschreibung des Ilek einzubringen. Auf der Internetseite www.ilek-sol.eu gibt es Projektideenbögen zum Ausfüllen und Einsenden. Weitere Informationen zur Ilek-Fortschreibung unter Tel. 0591 / 61 06 08 80 oder per Mail: kettler@pro-t-in.de

Ilek steht für „Integriertes ländliches Entwicklungskonzept“ . Es steht im Kern dafür, dass sich Städte und Gemeinden gemeinsam entwickeln wollen, weil sie allein nie so stark sein können wie ein regionaler Verbund. Zum Ilek-Sol, im südlichen Osnabrücker Land, gehören die Gemeinden: Bad Iburg, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, Glandorf, Hilter.

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