Glandorf bewegt – auch die neue Chefin Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann vereidigt

Meine Nachrichten

Um das Thema Glandorf Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Frisch vereidigt: Magdalene Heuvelmann genießt den Moment und freut sich über die Blumen von Hubert Pöhler. Foto: Stefanie AdomeitFrisch vereidigt: Magdalene Heuvelmann genießt den Moment und freut sich über die Blumen von Hubert Pöhler. Foto: Stefanie Adomeit

Glandorf. „Glandorf bewegt“ hat sich die südlichste Südkreis-Gemeinde auf die Fahnen geschrieben. Dass Glandorf auch seine Bürgermeisterin in spe bewegt, offenbarte diese vor ihrer Vereidigung am Dienstag. „Dieser Moment ist wunderbar und sehr bewegend für mich“, bekannte Magdalene Heuvelmann.

Ja, sie sei auch ein bisschen stolz und sich der Ehre bewusst, gerade Glandorfs Bürgermeisterin zu werden. Ihr Motto „Eine für alle“ nehme sie ernst. „Sie können mich immer ansprechen.“ Doch vor die Vereidigung hatte der Durst der Ratsmitglieder das Servieren der Getränke gestellt. Als die alle verteilt waren, wurde es ernst, aber nicht bierernst.

Der stellvertretende Bürgermeister Hubert Pöhler übernahm den offiziellen Part und hieß Magdalene Heuvelmann im „Club der 19“ willkommen. Ihre Vereidigungsformel sprach diese leise, aber dezidiert. Es folgten freundlicher Applaus, frische Blumen und eine kurze, aber programmatische Rede der ersten Glandorfer Bürgermeisterin, die sich im Juni in einer Stichwahl als unabhängige Kandidatin durchsetzte .

Ausgesprochen freundlich und offen sei sie empfangen worden, fasste Heuvelmann die Tage seit ihrem Einzug ins Rathaus zusammen. Glandorf bewegt. Dieses Motto bedeutet für Heuvelmann: „Wir werden uns in den nächsten Jahren strategisch breiter aufstellen, auch mit Blick auf Fördergelder für Glandorf.“ Und noch etwas ist ihr wichtig. Von ihrem Besuch der ersten Bürgermeisterkonferenz für die ganze Bundesrepublik in Berlin mit knapp 100 Bürgermeisterinnen brachte sie neben neuen Kontakten zwei Ergebnisse einer Studie zu Frauen in öffentlichen Gremien auf dem Lande mit: „Sie sind deutlich unterrepräsentiert, was mich nicht überrascht hat. Auch wir sind da nicht untypisch.“ Zweites Ergebnis der Studie: „Wir müssen es einfach tun, wir Frauen!“ Diesen Appell möchte sie auch mit Blick auf die Kommunalwahl im Jahr 2016 in die Köpfe der weiblichen Glandorfer pflanzen. Bisher ist der Rat stark männerdominiert, zwei Frauen reden im Kommunalparlament mit.

In ihrem ersten Bericht als Bürgermeisterin kündigte Heuvelmann den Start des Projekts „Politik in die Schulen“ und den Abwägungstermin für die Windenergie-Standorte an. Dieser ist für den 4. Dezember im Bauausschuss geplant.

Weiterer wichtiger Termin: Am 2. Dezember wird der Landrat die Ehrenamtskarten verteilen, Bewerbungen sind möglich. Wer im Jahresschnitt fünf Stunden pro Woche ohne Entgelt für eine gute Sache tätig ist, kann die Karte beantragen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN